Wegen Energiekrise: Weihnachtslichter in Palma de Mallorca sollen kürzer leuchten
Widerstand kommt von Einzelhandel und Gastronomie, die Einbußen fürs Geschäft befürchten

Wohl weniger Stunden pro Tag angeschaltet: Weihnachtsbeleuchtung auf Mallorca im Jahr 2022. / B. Ramon
Fernando Guijarro
Jetzt geht es der Weihnachtsbeleuchtung auf Mallorca an den Kragen: Die Balearen-Regierung will aufgrund der Energiekrise das weihnachtliche Licht in den Straßen der Stadt Palma und anderen Gemeinden mit Ausnahme der wichtigsten Termine kürzer einschalten als in den vergangenen Jahren. Noch ist nicht klar, wie viele Stunden pro Tag die Beleuchtung angeschaltet sein soll.
Reduzierung des Verbrauchs Schlüssel für Erreichen der Klimaziele
Der Generaldirektor des Ministeriums für Energiewende und Klimawandel, Pep Malgrava, will sich mit dem Gemeindeverband der Balearen (Felib) und der Stadtverwaltung von Palma treffen, um einen Konsens in dieser Frage zu erzielen. Malagrava sagte: "Wir befinden uns in einer kritischen Phase, sowohl was die Energieversorgung als auch was das Klima betrifft, und die Reduzierung des Verbrauchs ist der Schlüssel, um unsere Ziele zu erreichen".
Diese Initiative von Malagrava ruft bereits jetzt großen Widerstand im Einzelhandel und im Hotel- und Gaststättengewerbe hervor. Die Vertreter dieser Branchen machen Druck, weil ihrer Meinung nach die Weihnachtsbeleuchtung von essenzieller Bedeutung ist, um Kunden in die Innenstädte zu locken. Und das umso mehr in einer Zeit, in der der Konsum aufgrund der hohen Inflation ohnehin leidet.
Weihnachtsbeleuchtung erhöhe die Attraktivität der Innenstädte, sagen die Unternehmer
Die Präsidenten des größten Einzelhandelsverbandes Afedeco, Toni Gayá, und des Gaststättenverbands der CAEB, Alfonso Robledo, sind der Auffassung, dass die Weihnachtslichter die Attraktivität der Einkaufsstraßen deutlich erhöhen, was vor allem in der Nebensaison wichtig sei, in der die Ausgaben der Urlauber deutlich zurückgehen und die Geschäftsleute vom Konsum der Menschen vor Ort leben.
Die beiden Branchenvertreter stellen Energiesparmaßnahmen nicht generell in Abrede. Es müsse aber ein Gleichgewicht zwischen den Einsparbemühungen und der Wirtschaftstätigkeit geben, um den Fortbestand der Unternehmen nicht zu gefährden. /jk
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