Jetzt regnet es Steuervorteile für die Unternehmen auf Mallorca
Ein Teil der finanziellen Sonderbehandlung für die Balearen ist in Kraft getreten. Betriebe und Selbständige können damit ganz ordentlich Geld sparen

Gleichbehandlung für alle: Kampagne für den finanziellen Ausgleich der Insellage. / CAIB
Es ist angesichts der Demonstration gegen den Massentourismus etwas untergegangen: Die spanische Zentralregierung hat am Dienstag (23.7.) eine für die Unternehmen auf den Balearen zentrale Weichenstellung eingetütet. In Madrid ist das sogenannte Régimen Especial Fiscal de las Islas Baleares verabschiedet worden – ein Teil des REB, der finanziellen Sonderbehandlung der Balearen, ein Ausgleich für Mehrkosten der Insellage.
Durchgewunken wurde allerdings nun zunächst ein Teil des REB, der den rund 50.000 Unternehmen und mehr als 70.000 Selbstständigen zugutekommt. Die steuerliche Sonderbehandlung beinhaltet dabei zwei Maßnahmen. Zum einen sieht sie enorme steuerliche Vorteile für Unternehmen vor, die einen Teil ihres Gewinns auf den Inseln reinvestieren. Die Betriebe können bis zu 90 Prozent der Investitionen steuerlich absetzen.
Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen wird gewürdigt
Zum anderen gibt es steuerliche Anreize für Unternehmen in den Bereichen Industrie, Landwirtschaft, Viehzucht und Forstwirtschaft. Diese können einen Steuervorteil von zehn Prozent bekommen, wenn sie ihre Arbeitsplätze erhalten, und von 25 Prozent, wenn sie neue Mitarbeiter einstellen, die mindestens drei Jahre im Betrieb bleiben.
Dass die steuerlichen Vorteile nun im Juli verabschiedet wurden, war wichtig für die Unternehmen, weil sie demnächst ihre Steuererklärung für das abgelaufene Jahr anfertigen müssen. Und sie können dabei bereits von den Steuervergünstigungen profitieren, denn die Maßnahmen wurden rückwirkend zum 1. Januar 2023 verabschiedet.
Ersparnis in dreistelliger Millionenhöhe
Nach Angaben der Landesregierung könnte sich die Steuerersparnis für die Unternehmen auf den Inseln auf rund 150 Millionen Euro im Jahr belaufen, die Zentralregierung schätzt die Einsparungen sogar auf 210 Millionen Euro. Die Vereinigung der kleinen und mittleren Betriebe auf Mallorca (Pimem) lobte, dass die Steuervorteile dabei helfen dürften, Investitionen zu erleichtern und Arbeitsplätze auf den Inseln zu erhalten.
Unterdessen hat der Sprecher der Landesregierung, Antoni Costa, „mittelfristig“ weitere „substanzielle“ Steuersenkungen ausgeschlossen. 90 Prozent der Pläne für die laufende Legislaturperiode habe die Landesregierung umgesetzt, so die Senkung der Erbschaftsteuer, der Vermögensteuer und der Einkommensteuer.
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