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Nach Protesten gegen Wohnungsnot: Konservative fordern "Staatspakt gegen Tourismusphobie"

Für die Initiatoren der Bewegung ist vieles tourismusfeindlich, was in der politischen Praxis der Parteikollegen auf den Balearen längst Alltag ist

Die Sprüche der Demonstranten gegen den Massentourismus

Die Sprüche der Demonstranten gegen den Massentourismus / Raúl Sanz/Pere Morell/Gabriel Crespí

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Die Volkspartei PP zeigt sich angesichts der anhaltenden Proteste gegen die negativen Auswirkungen des Massentourismus, allen voran die Wohnungsnot, besorgt. Pünktlich nach den Sommerferien haben nun die Konservativen im spanischen Senat eine Initiative eingebracht, damit sich die politischen Parteien auf einen "Staatspakt gegen die Tourismusphobie" einigen.

So argumentiert die PP

In der Begründung für diesen Schritt heißt es: "Etwas läuft falsch, wenn Bewegungen entstehen, die den Tourismus als zerstörerisch und störend für die Einheimischen charakterisieren. Dieses Denken entspricht eher unsachlichen Ignoranten als Organisationen, die sich um die Zukunft Spaniens sorgen. Und es sorgt für Tourismusphobie." Ziel der Eingabe sei es derweil, eine Branche zu verteidigen, die "Wohlstand und Arbeitsplätze generiert – und es demokratisiert unsere Dörfer und Städte."

Kritisch zeigt sich die Initiative deshalb unter anderem gegen die Demonstrationen der vergangenen Monate. Auf Mallorca, aber auch auf den Kanaren oder in Katalonien hatten immer wieder Zehntausende Menschen gegen die negativen Auswirkungen des Massentourismus protestiert. "Jedes Graffiti, jeder gewalttätige Angriff (von denen keiner bekannt ist – Anm. d. Red.) und jede Massendemo ist höchst unverantwortlich und schadet dem guten Ruf Spaniens im Ausland." Dank eines parteienübergreifenden Paktes sollen die Spanier auf PP-Wunsch wieder an ihre Gastgeber-Qualitäten erinnert werden.

Was wohl die Mallorca-PP darüber denkt?

Doch nicht nur das: Auch gesonderte Abgaben für Urlauber und Moratorien auf Gästeplätze sind für die Autoren der Initiative Tourismusphobie. Das dürfte bei den Kollegen der PP auf den Balearen für Staunen sorgen. Denn die 2017 eingeführte Steuer für den nachhaltigen Tourismus ist mittlerweile auch bei den Konservativen Konsens. Und das von der linken Vorgängerregierung eingeführte Moratorium auf neue Gästebetten wurde ebenfalls von der PP beibehalten.

Zudem hatte die Regierung von Marga Prohens immer wieder betont, man respektiere die Demonstrationen und sehe auch die Notwendigkeit, Maßnahmen einzuführen, um das Zusammenleben zwischen Einheimischen und Urlaubern konfliktärmer zu gestalten. Konkret war die Rede davon, dass Limits notwendig seien.

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