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Austritt nach dreister Aktion: Eigene Partei legte Politikerin schamlose Zitate in den Mund

Die Vpx-Abgeordnete im Gemeinderat von Esporles, Andrea Busquets, wirft ihrer Partei vor, im Umgang mit minderjährigen Migranten keine Menschlichkeit zu zeigen

Nicht mehr bei Vox: die Politikerin Andrea Busquets.

Nicht mehr bei Vox: die Politikerin Andrea Busquets. / DM

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Das Chaos bei der rechtsextremen Partei Vox auf Mallorca geht weiter: Am Freitag (27.8.) hat die einzige Abgeordnete der Partei im Gemeinderat von Esporles, Andrea Busquets, ihren Rücktritt aus der politischen Gruppierung vermeldet. Fortan werde sie als parteilose Abgeordnete ihr Amt ausüben.

Der links regierte Gemeinderat hatte zuvor Esporles zur Gemeinde erklärt, in der Menschen "unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer sexuellen Orientierung, ihres Glaubens oder ihrer sozialen Herkunft" aufgenommen werden. Damit versuchte man, der Kritik am Aufnahmezentrum für minderjährige Migranten in Esporles zu begegnen.

Erfundene Zitate in einer Pressemitteilung

Als Reaktion auf die Erklärung verschickte die Balearen-Dependance von Vox eine Pressemitteilung, in der auch Zitate von Busquets wiedergegeben wurden. Das Problem: Die Politikerin hatte die Sätze nie gesagt und war im Vorfeld auch nicht über die Mitteilung informiert worden.

Darin wird sie unter anderem mit folgenden Aussagen zitiert: "Wenn der Bürgermeister und die Abgeordneten von PAS-Més so sehr an die Aufnahme (von Migranten Anm. d. Red.) glauben, ermutigen wir sie, als erste voranzugehen. Lasst sie minderjährige Migranten in ihren eigenen Häusern aufnehmen."

Busquets erklärte gegenüber der MZ-Schwsterzeitung "Diario de Mallorca": "Wie können sie nur so etwas Furchtbares sagen? Das sind Dinge, die ich nie gesagt habe. Wenn sie in der Lage sind, mir sowas in den Mund zu legen, wozu sind sie dann noch bereit? Das ist nicht Vox, wie ich es kenne, zumindest nicht auf den Balearen. Das sind rassistisch und fremdenfeindlich."

"Gesetze ändern, nicht Kinder attackieren"

Die Politikerin erklärte, sie sei gegen die illegale Einwanderung. "Wir müssen sie kontrollieren." Aber wenn Minderjährige nach Spanien kämen, müssten sie angemessen betreut werden. "Wir reden hier von Kindern. Haben sie denn keine Menschlichkeit? Wir müssen die Gesetze ändern, aber doch nicht Kinder attackieren."

Hinsichtlich des Aufnahmezentrums in Esporles stellte sie klar, dass ihre Kritik sich vor allem auf das Gebäude bezieht. "In dem Haus leben 20 Kinder in vier Zimmern. Wir bekommen ausreichend Geld vom Staat, damit jeder von ihnen einen angemessenen Wohnraum, Pflege und Bildung bekommt. Die Gemeinde verstößt hier gegen die gesetzlichen Vorgaben."

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