Sex im Parteibüro: Frauen beschuldigen Linkspolitiker, seine Machtposition ausgenutzt zu haben
Offenbar handelt es sich um ein Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke

Beim Instagram-Account Abusos_Baleares wurden die Anschuldigungen veröffentlicht. / Screenshot
Ein Linkspolitiker auf Mallorca soll mehrere Frauen sexuell genötigt und seine Macht ihnen gegenüber ausgenutzt haben. Ein Instagram-Account namens Abusos_Baleares veröffentlichte mehre anonyme Einträge, die einen nicht namentlich genannten Politiker schwer belasten.
Wie mallorquinische Medien übereinstimmend berichten, soll es sich um einen Podemos-Politiker handeln. Seine Partei will ihn seines Amtes im Aufsichtsrat der Stadtwerke EMT in Palma entheben. Podemos-Chefin Lucía Muñoz sprach von einem "Vertrauensverlust". Muñoz wollte den Namen des Politikers allerdings nicht direkt mit den Beschuldigungen in Verbindung bringen.
Erniedrigende und verletzende Art
Die Posts der Frauen lassen kein gutes Haar an dem belasteten Politiker. "Viele von uns sind von ihm genötigt worden, worunter unsere mentale und sexuelle Gesundheit gelitten haben", heißt es in einer der Veröffentlichungen. Offen sei bei Neuaufnahmen von "vaginalem Beitritt" in die Partei gesprochen worden. Der Beschuldigte werde von seiner Partei "gedeckt".
Der Politiker habe die Frauen ausgenutzt und mit seiner erniedrigenden und verletzenden Art zu "unsicheren und manipulierten" Personen gemacht. "Es ist ein Frauenverachter an einer wichtigen Position in einer Partei, die sich selbst als feministisch bezeichnet", heißt es in einem Post.
Sex während der Arbeitszeit im Parteibüro
Wie aus den Veröffentlichungen weiter hervorgeht, habe der Beschuldigte seinen Posten in der Stadtverwaltung von Palma dahingehend ausgenutzt, dass er mit den Frauen in den Parteiräumen Sex gehabt habe. "Ich hatte dort häufig Sex mit ihm, und immer war es schmutzig und voller Alkoholflaschen", schreibt die anonyme Userin.
Sie habe immer wieder vorgeschlagen, in seine Wohnung zu gehen, die ganz in der Nähe gelegen habe. Aber er habe immer wieder Ausflüchte dafür gehabt, warum das nicht gehe. "Vor allem hieß es immer wieder, dass er während seiner Arbeitszeit nicht nach Hause gehen konnte." Die Frau habe kaum glauben können, wie wenig der Beschuldigte arbeite und auch noch damit kokettiere.
Eine andere Frau schreibt, dass in der Partei ein erniedrigender Umgang mit Frauen verbreitet gewesen sei. Sie selbst sei von einem anderen Parteimitglied sexuell missbraucht worden. Diese Person sei bereits wegen einer ähnlichen Tat angezeigt worden. /jk
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