Wohnungsnot auf Mallorca: An diesem Tag findet die erste große Demo des Jahres statt
Mehrere Initiativen rufen zum Protest in Palma auf

Mit diesem Plakat werben die Inititativen um Teilnehmer an der Demo. / X
Die Wohnungsnot ist weiterhin eines der großen Probleme der Menschen auf Mallorca. Erst kürzlich machte die Bürgerinitiative "Banc del Temps" aus Sencelles mit einem Video deutlich, dass die Lage sich seit den großen Demonstrationen im vergangenen Jahren eher verschlechtert als verbessert hat:
Nun haben sich verschiedene Aktivistengruppen auf ein Datum für die erste große Demo des Jahres auf der Insel gegen die Wohnungsnot geeinigt. Wie ein Sprecher der "Fridays For Future"-Initiative auf MZ-Anfrage bestätigte, soll am 5. April um 12 Uhr auf der Plaça d'Espanya in Palma protestiert werden. Beteiligt an dem Aufruf sind auch die Initiativen Menys Turisme Més Vida, Sindicat Habitatge Palma und Banc del Temps Sencelles. Es ist davon auszugehen, dass weitere Organisationen in den kommenden Tagen ebenfalls dazu aufrufen, sich an der Demonstration zu beteiligen.
Rolle des Tourismus
Spannend wird es sein zu beobachten, welche Rolle die Kritik am Tourismus und der Überfüllung der Insel bei der Demonstration in Palma eine Rolle spielen wird. Erst vergangenes Wochenende hatten mehrere Organisationen der Insel einen offenen Brief an die Urlauber veröffentlicht. Darin hieß es unter anderem "Kommt nicht hierher. Wir brauchen keine weiteren Touristen - ihr seid die Ursache unseres Problems." Beteiligt an dem Schreiben waren auch manche der Organisationen, die nun zur Demo am 5. April aufrufen.
Der Protest beschränkt sich nicht auf Mallorca. In mindestens 20 spanischen Städten wollen Menschen auf die Straße gehen, unter anderem in Madrid, Barcelona, Ibiza-Stadt, Granada, Málaga, Valencia, Sevilla und in San Isidrio auf Teneriffa wird es Kundgebungen geben.
Hintergrund
Auf Mallorca hat sich die Lage auf dem Immobilienmarkt in den vergangenen Jahren dramatisch verschärft. Einheimische Normalverdiener können sich kaum noch eine Wohnung leisten. Befeuert werden die Preise durch die legale und illegale Ferienvermietung, die Käufe von Zweitwohnsitzen durch zahlungskräftigere Ausländer sowie die in die Höhe geschossenen Kosten in der Bauwirtschaft.
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