"Schwierige und komplexe Legislaturperiode": Llucmajors Bürgermeisterin tritt nicht wieder zur Wahl an
Der Bürgermeisterin der bei Deutschen beliebten Gemeinde hatte in ihrer Amtszeit mit Konflikten und Skandalen zu kämpfen

Will nicht wieder antreten: Llucmajors Bürgermeisterin Xisca Lascolas. / A.J.
Llucmajors Bürgermeisterin Xisca Lascolas (PP) wird bei den Kommunalwahlen 2027 nicht erneut als Kandidatin für das Amt antreten. Das teilte sie in einem von den Konservativen verbreiteten Schreiben mit. Die Entscheidung sei nach "reiflicher Überlegung“ und in Abstimmung mit ihrer Familie und ihrer Partei gefallen. Für Lascolas endet damit eine 16 Jahre lange Etappe in der Kommunalpolitik der bei Deutschen beliebten Gemeinde im Süden der Insel.
In dem Schreiben bezeichnet Lascolas das Amt der Bürgermeisterin als "eine der größten Ehren“ ihres Lebens. Zugleich räumt sie ein, dass die laufende Legislaturperiode "schwierig und komplex“ gewesen sei und weiterhin sei. Sie verweist darauf, dass sie, wie jeder Mensch mit Verantwortung, nicht immer richtiggelegen habe. Dennoch habe sie die Gewissheit, ihre Entscheidungen stets "ausschließlich im allgemeinen Interesse von Llucmajor“ getroffen zu haben.
Konflikte und Skandale
Die Amtszeit war von mehreren politischen und gesellschaftlichen Konflikten geprägt. Dazu zählte die Untersuchung der Guardia Civil zu Arbeiten im Gewerbegebiet Son Noguera. Dabei ging es um mutmaßliche Unregelmäßigkeiten bei Erschließungs- und Instandsetzungsarbeiten in dem Gewerbegebiet. Der Streit erreichte im außerordentlichen Plenum am 19. Juni einen Höhepunkt: Wegen der Enthaltung des Regierungspartners Vox kam es zu einem Patt. Lascolas entschied die Pattsituation zugunsten ihres Regierungsteams. Die Opposition hatte gefordert, die Arbeiten vorsorglich zu stoppen und die Stadträtin für Stadtplanung, María Inmaculada Pérez, abzusetzen. Weitere Konflikte waren die Polemik um eine Geflügelfarm, die als „Horror-Farm“ bekannt wurde, sowie der Streit um die Müllentsorgung.
Lascolas schreibt, das Amt habe ihr ermöglicht, die Menschen in Llucmajor besser kennenzulernen, zuzuhören, zu lernen und viele Momente zu teilen, die sie immer mit sich tragen werde. "Jetzt, 16 Jahre später und weniger als ein Jahr vor den nächsten Kommunalwahlen, halte ich den Moment für gekommen, diese intensive Etappe zu beenden“, erklärte sie. Die Entscheidung habe sie nicht einfach so getroffen. "Die Kommunalpolitik braucht Erneuerung, neue Ideen und neue Energie“, so Lascolas.
Bis zum Ende der Legislaturperiode wolle sie im Amt bleiben und weiterarbeiten. "Jetzt ist für mich das Wichtigste, bis zum letzten Tag weiter für die Menschen im Dorf zu arbeiten, für den Ort, den ich liebe und dem ich immer zutiefst dankbar sein werde“, so Lascolas.
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