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Weil mitten im Sommer die Strandliegen fehlen: Balearen-Regierung feuert oberste Küstenchefin

Die Balearen-Regierung zieht die Konsequenzen aus anhaltenden Beschwerden über die Bearbeitung von Strandkonzessionen

Aufgestapelte Strandliegen vor Saisonbeginn an der Playa de Palma (Symbolfoto).

Aufgestapelte Strandliegen vor Saisonbeginn an der Playa de Palma (Symbolfoto). / Archivfoto: Simone Werner

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Mateu Ferrer

Mateu Ferrer

Die Generaldirektorin für Küsten und Küstengebiete der Balearen-Regierung, Maria Joaquina Ferrer, wird entlassen. Grund ist ihr Umgang mit den Konzessionen für Strandliegen und Sonnenschirme auf Mallorcas Nachbarinsel Formentera. Mitten in der touristischen Hochsaison verfügen zahlreiche Strände der Insel noch immer nicht über die erforderlichen Genehmigungen. Die Verzögerungen werden Ferrer Matas zugeschrieben, die die gesetzlichen Vorgaben besonders streng ausgelegt haben soll.

Zwischen der Generaldirektorin und dem Inselrat von Formentera war es zuletzt wiederholt zu Spannungen gekommen. Auch beim Regierungssitz Consolat de Mar gingen demnach kontinuierlich Beschwerden ein. Die Balearen-Regierung habe sich deshalb entschieden, Ferrer von ihrem Posten abzuberufen.

Bekannt nach Bestechungsversuch

In dieser Legislaturperiode war die Generaldirektorin zudem durch einen mutmaßlichen Bestechungsversuch bekannt geworden. Vor einigen Monaten wurde ein Unternehmer aus Porto Cristo festgenommen, nachdem er Ferrer Matas 20.000 Euro angeboten haben soll. Nach den Ermittlungen erschien der Mann wegen Problemen mit Genehmigungen für ein touristisches Ausflugsunternehmen in ihrem Büro und ließ dort eine Pralinenschachtel zurück. Darin befanden sich jedoch keine Süßigkeiten, sondern das Geld in 50-Euro-Scheinen. Ferrer informierte nach dem Vorfall ihren Vorgesetzten, den Meeresminister Juan Manuel Lafuente, und erstattete Anzeige.

Die Generaldirektorin für Küstengebiete, Maria Joaquina Ferrer mit dem balearischen Meeresminister Juan Manuel Lafuente

Die Generaldirektorin für Küstengebiete, Maria Joaquina Ferrer mit dem balearischen Meeresminister Juan Manuel Lafuente / CAIB

Nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittlungen hatte es zuvor bereits eine heftige Auseinandersetzung zwischen dem Unternehmer und Ferrer gegeben. Mit dem Geld soll er versucht haben, doch noch die erforderlichen Genehmigungen zu erhalten. Die Balearen-Regierung würdigte Ferrers Verhalten damals ausdrücklich. Regierungssprecher Antoni Costa erklärte, sie habe so gehandelt, wie es von Amtsträgern in einer solchen Situation zu erwarten sei.

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