Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez: Wie der Mallorca-Muffel hier früher Herzen brach
Der erste Regierungschef, der die Balearen als Urlaubsziel meidet, verbesserte hier als Teenie seine Sprachkenntnisse. Unter anderem ...

Das Bild zeigt Pedro Sánzches (li.) mit Familie. / Überlassen von Magdalena Pérez-Castejón
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez wirkte beim Königsempfang im Almudaina-Palast noch immer sehr jugendlich. Doch mit seinen 52 Jahren trennen ihn rund vier Jahrzehnte von jenem Teenager, der zwischen dem 14. und 17. Lebensjahr mit seiner Familie die Sommerferien in Can Picafort verbrachte. Schon damals betrieb er eine Politik der Eroberung von Sympathien, die der späteren Jagd nach Wählerstimmen durchaus ähnelte. Konkret nutzte er die Ferien, um mit den Touristinnen jener Zeit sein Englisch zu üben. Dabei brach er das eine oder andere Herz – und umgekehrt.
Das Foto aus den Sommerurlauben der Familie Sánchez wurde von der Mutter des sozialistischen Regierungschefs, Magdalena Pérez-Castejón, persönlich ausgewählt. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass das Konvolut noch ein weiteres Bild des Ministerpräsidenten in Badehose enthielt. Dieses wurde allerdings auf ausdrücklichen Wunsch des Besitzers dieses athletischen Oberkörpers nicht veröffentlicht.
Aktuell zieht Pedro Sánchez Lanzarote vor
Das Jugendfoto entstand in Formentor. Von links nach rechts sind Pedro Sánchez, seine Mutter und sein Bruder David Sánchez zu sehen – mit vollem Namen, denn der Ministerpräsident betonte erst vor wenigen Tagen, dass seine Angehörigen eine eigene Identität und eigene Verdienste hätten und nicht über seine Person definiert werden müssten.
Als Pedro Sánchez erstmals zum Generalsekretär der sozialistischen Partei Spaniens (PSOE) gewählt wurde, erinnerte er sich noch besonders gern an seine Sommerurlaube auf Mallorca. Nach seinem jüngsten Besuch beim König erwähnte er diese Zeit jedoch mit keinem Wort. Aktuell zieht er zum Urlauben den staatlichen Landsitz La Mareta auf Lanzarote vor. Er ist damit der einzige spanische Regie-rungschef, der die Balearen nie als Urlaubsziel gewählt hat.

Pedro Sánchez beim Königsempfang. / Muñoz
Adolfo Suárez wurde praktisch zum Mallorca-Bewohner, Felipe González sorgte in Andratx für frischen Wind, sowohl José María Aznar als auch José Luis Rodríguez Zapatero verbrachten vereinzelte Aufenthalte auf Menorca, und der stets zurückhaltende Mariano Rajoy genoss seine freien Tage in Son Vida. Der heutige Bewohner des Moncloa-Palastes zieht es vor, Mallorcas Strände nur in seiner Erinnerung zu besuchen.
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