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Menschenmenge mitten in Palma: Mallorca geht für Ceuta auf die Straße

Die Demonstration war Teil einer landesweiten Aktion der PP zur Unterstützung der spanischen Exklave in Nordafrika

Etwa 8.000 Menschen gingen in Palma für Ceuta auf die Straße.

Etwa 8.000 Menschen gingen in Palma für Ceuta auf die Straße. / MIQUEL A. BORRÀS

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R. Gargoi

Mehrere Tausend Menschen haben sich am Mittwochabend (2.9.) auf der Plaça de Cort in Palma mit Ceuta solidarisiert. Anlass für die Kundgebung war der "Día de Ceuta", der offizielle Feiertag der spanischen Exklave. Nach Angaben des Rathauses nahmen rund 19.000 Menschen an der Kundgebung teil, die Nationalpolizei sprach allerdings nur von etwa 8.000 Teilnehmern.

Unter den Demonstranten waren zahlreiche Vertreter der Volkspartei PP und der rechtsradikalen Vox. Auch Balearen-Ministerpräsidentin Marga Prohens (PP) nahm an der Kundgebung teil. Immer wieder waren Rufe gegen die spanische Zentralregierung und Ministerpräsident Pedro Sánchez zu hören, darunter auch Beschimpfungen. Vereinzelt richteten sich die Proteste zudem gegen König Felipe VI.

Marga Prohens (links) und Jaime Martínez (rechts) bei der Kundgebung.

Marga Prohens (links) und Jaime Martínez (rechts) bei der Kundgebung. / MIQUEL A. BORRÀS

Rede vom Bürgermeister und Spanienhymne

Palmas Bürgermeister Jaime Martínez (PP) verlas ein Manifest, in dem er die „uneingeschränkte Unterstützung“ für die spanische Exklave betonte. "Ceuta, du bist nicht alleine, du bist und wirst immer Spanien sein", sagte Martínez. Die territoriale Integrität Spaniens sei nicht verhandelbar. Zugleich forderte er von der Zentralregierung mehr Unterstützung sowie die Rückführung der Menschen, die illegal ins Land gelangt seien. Die Stadtkapelle spielte zum Abschluss die Hymnen von Ceuta und Spanien.

"Ceuta wird nicht verkauft, Ceuta wird beschützt" liest sich auf einem der Schilder auf der Demonstration.

"Ceuta wird nicht verkauft, Ceuta wird beschützt" liest sich auf einem der Schilder auf der Demonstration. / MIQUEL A. BORRÀS

Prohens warf der Regierung von Pedro Sánchez vor, Ceuta im Stich gelassen zu haben. Die Vorgänge seien ihrer Ansicht nach nicht nur eine humanitäre Krise, sondern ein Angriff auf die spanische Souveränität. Gleichzeitig betonte sie, die Kundgebung habe „keine politische Farbe“.

Demonstrationen insel- und spanienweit

Anlass der Proteste ist die angespannte Lage in Ceuta, nachdem Ende Juli innerhalb von zwei Tagen mehr als 80.000 Menschen in die spanische Exklave von Marokko aus gelangt waren. Die Kundgebung in Palma war Teil einer landesweiten Aktion der von der PP geführten Federación Española de Municipios y Provincias (FEMP). Auch in zahlreichen weiteren Gemeinden Mallorcas fanden Demonstrationen statt, darunter Marratxí, Llucmajor, Inca, Alcúdia, Felanitx und Artà. Nach Angaben der Regierungsdelegation beteiligten sich dort insgesamt rund 2.280 Menschen.

In zahlreichen Städten Spaniens gingen Menschen zur Unterstützung Ceutas auf die Straße. In Madrid sollen rund 50.000 Menschen an der Kundgebung teilgenommen haben. Auch in anderen Großstädten wie Barcelona, Valencia oder Sevilla demonstrierten Tausende.

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