07. April 2016
07.04.2016

Einkommensteuer: Der Fiskus scannt Vermietungsportale

Steuerzahler erhalten bei der Erklärung den Hinweis, dass sie Immobilien beworben haben

14.04.2016 | 02:30
Viele Immobilien werden als Ferienwohnungen vermietet.
Video: Steuererklärung mit Renta WEB (Spanisch) - so geht´s

Das spanische Finanzamt startet bei der diesjährigen Einkommensteuer eine Offensive gegen die Schwarzvermietung von Ferienwohnungen. So weist der Fiskus die Steuerzahler bei der diesjährigen Erklärung der Einkommensteuer (IRPF) erstmals darauf hin, dass die Behörde Informationen unter anderem aus Online-Portalen zur Vermietung von Immobilien gewonnen hat - darunter etwa Ferienwohnungen auf Mallorca.

Die Steuerzahler werden mit einem neuen Hinweis darüber informiert, dass Einkünfte unter anderem aus den beworbenen Ferienwohnungen angegeben werden müssen. "Laut den Daten, über die die Steuerbehörde verfügt, haben Sie Anzeigen zur Vermietung von Immobilien in verschiedenen Medien geschaltet, darunter auch online", lautet der Hinweis in den Unterlagen, die Steuerzahler zusammen mit dem Entwurf der Erklärung (borrador) erhalten. "Wir erinnern Sie daran, dass Sie, falls Sie Einkünfte aus der Vermietung erzielt haben, diese angeben müssen, genauso wie alle sonstigen Einkommen, die der Steuer unterliegen."

Wie die Zeitung "El Mundo" berichtet, hat die spanische Steuerbehörde damit erstmals die Online-Anzeigen zur Vermietung von Ferienwohnungen zur Vervollständigung ihrer Datenbanken genutzt. Auch wenn aus den Anzeigen nicht hervorgehe, ob eine Immobilie tatsächlich vermietet wurde, könnte dies der Fiskus über den Datenabgleich etwa mittels des Strom- und Wasserverbrauchs in der Wohnung herausfinden.

Service: Steuererklärung auf Mallorca - die Frist läuft

Die Vermieter von Ferienwohnungen auf Mallorca haben oftmals nicht nur mit dem Fiskus Probleme, sondern auch mit dem Tourismusministerium. Bislang erhalten auf den Balearen nur Eigentümer von freistehenden Häusern oder Reihenhäusern eine Lizenz zur Ferienvermietung. Allerdings wird - etwa durch Airbnb - eine immer größere Zahl von Apartments an Urlauber in der rechtlichen Grauzone vermietet - erlaubt ist dies streng genommen nur, wenn die Wohnungen nicht kommerziell vermarktet und keine touristischen Dienstleistungen angeboten werden. Bis Ende des Jahres soll der Markt der Ferienvermietungen neu reguliert werden.  /ff

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