Stammzellenbehandlung bei einer Patientin mit Patella-Chondropathie: So innovativ verläuft die Operation bei der Klinikgruppe Juaneda
Die Ärzte Dr. Jörn Hartmann und Dr. Alberto Hernández haben dieses nicht-aggressive, minimalinvasive Verfahren mit kurzer postoperativer Heilungsphase bei einer Patientin angewandt, deren Knorpel im Bereich des Knies stark geschädigt war. Das Verfahren kann auch bei Bandscheibendegeneration oder Bandscheibenvorfällen zur Anwendung kommen

Bild des OP-Saals während eines Eingriffs mit Stammzellen an den geschädigten Gelenken. / Juaneda Hospitales
Dr. Alberto Hernández, Spezialist für Schmerztherapie und Leiter der Abteilung für Biologische, Integrative und Regenerative Medizin (UMBIR) bei Juaneda Hospitales, und Dr. Jörn Hartmann, Traumatologie und Facharzt für Regenerative Medizin, haben eine Stammzellenbehandlung bei einer Patientin durchgeführt, die an einer Chondropathie des Knies litt, das heißt an einer Schädigung der Knorpel im Bereich der Kniescheibe. Für diese Erkrankung gab es bislang kaum Behandlungsalternativen.
Was genau ist eine Patella-Chondropathie? Welche Einschränkungen bringt sie mit sich?
Eine Chondropathia patellae kann sehr belastend sein, denn sie kann zu Schmerzen an der Vorderseite des Knies führen, die sich beim Treppensteigen oder nach längerem Sitzen verstärkt bemerkbar machen. Zudem entstehen Geräusche wie ein Knacken bei Bewegungen des Knies, und es kann zu Schwellungen, Entzündungen und einem Gefühl der Steifheit oder Bewegungsblockade nach längeren Ruhezeiten kommen. Auch klagen Patienten über eine Instabilität und Schwäche, insbesondere der Oberschenkelmuskeln.

Während eines Eingriffs mit Stammzellen in geschädigten Gelenken im Operationssaal. / Juaneda Hospitales
„Die von uns operierte Patientin“, erklärt Dr. Alberto Hernández, „litt seit Jahren unter anhaltenden Kniebeschwerden, die mit herkömmlichen Therapien nicht gelindert werden konnten. Nach einer individuellen Untersuchung schlug man ihr diese moderne Behandlung vor, bei der mesenchymale Stammzellen in die geschädigten Knorpel implantiert werden, wobei die Stammzellen unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen gewonnen und aufbereitet werden.“

Dr. Alberto Hernández, Leiter der Abteilung für Biologische, Integrative und Regenerative Medizin (UMBIR) bei Juaneda Hospitales. / Juaneda Hospitales
„In diesem Fall“, so Dr. Jörn Hartmann, „war nur der Knorpel der Kniescheibe betroffen, während beim Rest des Knies keine Arthrose feststellbar war. Wir wissen, dass in solchen Fällen eine Knieprothese keine befriedigenden Ergebnisse bringt. Solange es biologische oder das Gelenk erhaltende Möglichkeiten gibt wie beispielsweise die regenerativen Therapien, die wir in unserer Klinik anwenden, kann das Einsetzen eines künstlichen Gelenks vermieden werden.“

Dr. Jörn Hartmann, Traumatologe und Facharzt für Regenerative Medizin. / Juaneda
Außerdem sind viele Patienten, die von einer Patella-Chondropathie betroffen sind, noch jung. „Durch unsere Behandlung werden die Schmerzen gelindert und die Schädigung der Knorpel an der Kniescheibe behoben“, fügt Dr. Hartmann hinzu und betont, wie wichtig diese Behandlungsmethode für Patienten ist, die körperlich noch äußerst aktiv sind. Viele Sportler leiden unter einer Chondropathia patellae und könnten ohne diese Therapie ihren Sport nicht weiter ausüben. Aber nun steht ihnen eine Möglichkeit zur Verfügung, den Schaden zu beheben und weiter Sport zu treiben.
Knorpelregeneration mit Stammzellen
„Diese Behandlung führt in den meisten Fällen zur Regeneration der geschädigten Knorpel, denn die Stammzellen regen die natürlichen Heilkräfte des Körpers an“, erläutert Dr. Alberto Hernández und führt weiter aus, „dass Schmerzen und Entzündungen reduziert werden und innerhalb weniger Wochen eine deutliche Besserung eintritt. Langfristig stellt sich wieder die volle Funktionsfähigkeit des Knies ein: Patienten können wieder gehen, Treppen steigen und ihren täglichen Aktivitäten ohne Einschränkungen nachgehen.“
Dr. Hernández weist darauf hin, dass „die Behandlung der Chondropathia patellae mit mesenchymalen Stammzellen ein minimalinvasives Verfahren ist, bei dem kein Krankenhausaufenthalt erforderlich ist. Patienten können noch am Tag der Behandlung nach Hause zurückkehren. Das macht deutlich, welche Vorteile diese Behandlungsmethode für die Patienten gegenüber anderen Eingriffen hat.“

Moment der Injektion der Stammzellen in das von Chondropathie betroffene Knie. / Juaneda Hospitales
Dr. Jörn Hartmann erläutert das Verfahren: „Die mesenchymalen Stammzellen werden mittels Punktion aus dem Knochenmark des Patienten entnommen. Diese werden dann im Labor isoliert und vermehrt. Anschließend werden mithilfe bildgebender Verfahren diese Stammzellen mit den entsprechenden Wachstumsfaktoren in den beschädigten Knorpel implantiert, sodass dieser sich regenerieren kann.“
Fortschrittliche Therapien zur Vermeidung von Operationen
„Mit diesem Service, den wir in der UMBIR bei Juaneda Hospitales anbieten“, betont Dr. Hernández, „sind wir führend bei der Behandlung von Patienten mit Arthrose oder schweren Verletzungen. Unsere Abteilung setzt auf fortschrittliche biologische Therapien, die chirurgische Eingriffe vermeidbar machen.“
„Aktuell behandeln wir auch Fälle von Bandscheibendegeneration oder Bandscheibenvorfällen“, sagt Dr. Hernández, Leiter der UMBIR. „Eine Bandscheibe mit den eigenen Stammzellen zu heilen, ist ein ganz besonderes Angebot für Patienten, die eine Operation vermeiden wollen und/oder um starke chronische Schmerzen zu lindern. Viele dieser Patienten genießen dank dieser Behandlung bereits die Aussicht auf eine viel bessere Lebensqualität.“
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