09. September 2010
09.09.2010

Die Mandeln Mallorcas – eine Wissenschaft für sich

In jeder harten Schale steckt ein süßer Kern. Doch Mandel ist nicht gleich Mandel. Die wichtigsten Sorten der Insel im Überblick

09.09.2010 | 03:00
Mandel ist nicht gleich Mandel.

Den Zeitpunkt der Ernte bestimmt die Mandel: Wenn ihre äußere Hülle aufplatzt, ist sie reif. Dies hängt nicht nur vom Wetter, sondern auch von der Sorte ab. Damit man diese kennenlernt, stellt die MZ hier nach einer Vorlage der Balearen-Regierung die 13 wichtigsten Mandelsorten vor.

Am häufigsten ist auf der Insel die „Ponç"-Mandel vertreten. Sie wird auf rund 12.000 Hektar angebaut. Die „Guarim" ist ebenfalls sehr verbreitet, sie stammt ursprünglich aus Sineu. Eine weltweit bekannte Handelssorte ist die „Marcona". Sie stammt aus Alicante und liefert reiche Ernte. Konditoren und Marzipanhersteller schätzen die „Ferragnès". Es handelt sich hierbei um eine Kreuzung aus der südfranzösischen „Aï"-Mandel und der italienischen „Cristomorto".

Bei der Züchtung wird darauf geachtet, dass die Blüte nicht zu früh erfolgen darf, weil sie sonst Schaden nehmen kann. Sie muss üppig ausfallen und jede einzelne reich an Staubfäden sein, nur dann können sich die Bäume gegenseitig problemlos bestäuben.

Von den Mandelbäumen wird heute weiterhin erwartet, dass sie im Wachstum und Schnitt pflegeleicht sind und sich auch zur maschinellen Ernte eignen. Gewünscht wird ebenso, dass der süße Kern einen großen prozentualen Anteil der Schale ausmacht und möglichst wenig Doppelkerne vorkommen.

Ein Drittel der landwirtschaftlichen Fläche Mallorcas ist mit Mandelbäumen bepflanzt. Die meisten von ihnen wachsen in der Region Raiguer zwischen dem Tramuntana-Gebirge und der zentralen Ebene im Südosten der Insel. Im Durchschnitt wird der Prunus dulcis 80 Jahre alt, die Landwirte-Vereinigung Unió de Pagesos strebt die Einführung einer Herkunftsbezeichnung Ametla de Mallorca an.

Weitere Informationen zu den einzelnen Sorten finden Sie in unserer Bildergalerie "Die Mandeln Mallorcas".

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