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Der Schein trügt oft: Was Sie bei den Angeboten zum Black Friday auf Mallorca beachten sollten

Verbraucherschützer warnen: Ein Drittel der Produkte sind sogar teurer als zuvor

Black Friday: Kunden beim Shoppen auf Mallorca.

Black Friday: Kunden beim Shoppen auf Mallorca. / Guillem Bosch

Alexandra Bosse

Alexandra Bosse

Am 29. November ist es wieder so weit: Die Schnäppchenschlacht der großen Handelsketten steht an. Doch in Wirklichkeit sind viele der Angebote gar nicht so günstig wie beworben. Die spanische Verbraucherschutzorganisation OCU (Organización de Consumidores y Usuarios) empfiehlt, sich die Preise von gewünschten Produkten bereits im Voraus zu notieren. So können Sie überprüfen, ob Ihnen auch wirklich Rabatt gewährt wird.

Nur wenig echte Rabatte

In einer Studie zur Preisentwicklung beim Black Friday 2023 haben die Verbraucherschützer festgestellt, dass nur 14 Prozent der untersuchten Produkte im Preis reduziert worden war. Außerdem entsprach fast keiner der Rabatte dem niedrigsten Preis der letzten 30 Tage, so wie es die Handelsvorschriften vorschreiben.

Für die Studie nahm OCU mehr als 18.000 Preise auf 63 Websites bekannter Elektronik- und Haushaltsgeräte-Händler unter die Lupe. Das Resultat: 36 Prozent der beobachteten Produkte waren beim Black Friday sogar teurer als zuvor. Die meisten der inserierten Produkte behielten ihren Preis bei, obwohl sie im Rahmen der Black-Friday-Angebote beworben wurden.

Konsumenten werden getäuscht

Dies verstößt gegen die geltenden Handelsvorschriften. Laut dem Gesetz zur Regulierung des Einzelhandels muss der vorherige Preis zusammen mit dem reduzierten Preis deutlich angegeben werden. Unter dem vorherigen Preis ist der niedrigste Preis der vorangegangenen 30 Tage zu verstehen.

Am 20. November vergangenen Jahres waren nur sehr, sehr wenige der mehr als 18.000 erhobenen Preise niedriger als der Mindestpreis der vorherigen 30 Tage. Die untersuchten Online-Shops berechneten demnach den Rabatt nicht auf der vorgeschriebenen Grundlage. Die OCU hat diese Verstöße gegen die Vorschriften beim Verbraucherschutzministerium angezeigt und fordert nachdrücklich ein Einschreiten der Behörden.

Verbraucher sind verunsichert

Mittlerweile dämmert es allerdings auch einigen Verbrauchern, dass da einiges im Argen liegt. Viele sind zunehmend misstrauisch gegenüber Black-Friday-Angeboten. Etwa 67 Prozent der 2023 von der OCU Befragten haben den Eindruck, dass einige Geschäfte dazu neigen, die Preise einige Wochen vor dem Black Friday zu erhöhen, sodass die Preise der Produkte bei Anwendung eines Rabatts praktisch gleich bleiben. 38 Prozent waren der Meinung, dass es zwar einige Preisnachlässe während des Black Friday gibt, die meisten Preise aber gleich hoch oder sogar teurer sind als außerhalb der Aktionszeit. Dennoch sind 71 Prozent der Befragten weiterhin der Meinung, dass es sich lohnt, am Black Friday einzukaufen.

Daher legt die OCU allen Käufern ans Herz: Vergleichen heißt sparen. Oft findet sich das gleiche Produkt zu sehr unterschiedlichen Preisen, oder es gibt ein besseres Produkt mit einem günstigeren Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei Online-Käufen haben Sie 14 Tage Zeit, um das Produkt ohne Angabe von Gründen zu reklamieren und zurückzusenden.

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