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Kein Bußgeld riskieren: So werden Sie auf Mallorca Ihren Sperr- und Elektromüll los

Jede Gemeinde handhabt die Müllentsorgung anders – und doch ähnlich. Wir erklären, wann Sie in Palma welche Gegenstände auf die Straße stellen dürfen und welche Sie selbst wegbringen müssen

Elektrogeräte wie Kühlschränke oder Boiler werden in der Mitte der Deponie und nicht vor einem Container abgestellt.

Elektrogeräte wie Kühlschränke oder Boiler werden in der Mitte der Deponie und nicht vor einem Container abgestellt. / Rathaus Palma

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Simone Werner

Simone Werner

Ein kaputter Ofen, ein altes Sofa, Bauschutt, Glühbirnen oder auch Kaffeekapseln: Nicht alle Gegenstände kann man in den regulären Müllcontainern entsorgen oder jederzeit auf die Straße stellen und hoffen, dass Palmas Müllabfuhr der Stadtwerke Emaya sie abholen. Je nachdem, was man loswerden will, darf man die Gegenstände entweder an einem bestimmten Tag auf die Straße stellen oder muss sie selbst zur Deponie (punt/parc verd, kat.; punto/parque verde, span.) fahren. Für bestimmte Bewohner gelten Ausnahmen.

Jede Insel-Gemeinde hat ihre eigenen Regelungen. Oft gibt es einen Tag, an dem der Sperrmüll abgeholt wird. Erkundigen Sie sich einfach im Rathaus! Wir erklären, wie Bewohner von Palma ihren Sperrmüll (trastos/ voluminosos) loswerden.

Was darf ich (nicht) auf die Straße stellen?

Unter https://www.emaya.es/residuos-y-limpieza/residuos/recogida-de-trastos/ gibt es eine Übersicht dazu, was man rausstellen darf. In der Aufzählung finden sich etwa Möbel, Bettgestelle, Matratzen, Türen, Fensterläden oder Gegenstände aus Holz. Auch Fahrräder, Kinderwagen oder nicht-elektronisches Spielzeug holt die städtische Müllabfuhr ab. Ebenso große Glasscheiben von Tischen oder Türen – sofern sie gut und geschützt verpackt sind.

Vom Abholdienst ausgeschlossen sind elektrische und elektronische Haushaltsgeräte. Auch Bauschutt, Toiletten, Waschbecken oder andere Überbleibsel von Bauarbeiten im eigenen Zuhause darf man nicht auf die Straße stellen. Sondermüll, etwa Leuchtstoffröhren, Farbdosen oder Batterien, haben dort ebenfalls nichts verloren. Auch Papier, Pappe, Verpackungs- und (Baum-)schnittabfälle (restos de poda) müssen anderweitig entsorgt werden – entweder in den dafür vorgesehenen Containern oder bei den Deponien.

Wichtiger Hinweis für in Palma ansässige Unternehmen: Sie dürfen zwar keine Abfälle aus ihrer industriellen Tätigkeit (z. B. Baugewerbe oder Lebensmittel bei den Mülldeponien entsorgen, wohl aber alle Möbel, Sperrmüll oder auch Tintenpatronen usw., die sie in ihren Einrichtungen erzeugen.

Der parque verde in Son Castelló.

Der parque verde in Son Castelló. / Rathaus Palma

Wann darf ich Sperrmüll auf die Straße stellen?

Anwohner – ausgenommen die, die in einem Industriegebiet wohnen – können unter https://www.emaya.es/residuos-y-limpieza/residuos/recogida-de-trastos/ den Namen ihrer Straße und die Hausnummer eingeben und auf „consultar“ klicken. Im Anschluss müssen sie bei der eventuellen Fehlermeldung „Seleccione una dirección del listado para consultar la información de recogida“ auf die vorgefertigte Zeile in der Liste klicken. Dann erscheint eine Karte, in der auch der día de recogida (Abholtag) steht. Im Fall vom Carrer Miquel dels Sants Oliver, 8 in Palma ist es montags. Wichtig: Die sperrigen Güter müssen dann jeweils zwischen 20 und 22 Uhr rausgestellt werden.

Die auf der Emaya-Seite verlinkte Karte zu den jeweiligen Zonen und Tagen („Mapa de zonas de recogida“) funktioniert beim MZ-Test nicht. Man kann sie aber unter https://www.emaya.es/media/6952/trastos-mapa-2020-cast.pdf einsehen oder als Pdf am Ende der Übersichtsseite („Mapa de las zonas de recogida de trastos“) aufrufen und auch dort prüfen, in welcher Zone die eigene Straße liegt und wann der Abholtag ist. Im MZ-Beispiel ist es die rote Zone, also dilluns (Montag).

Wo muss ich den Sperrmüll draußen genau hinstellen?

Die auf die Straße gestellten Gegenstände sollten in keinem Fall Passanten oder Verkehrsteilnehmer stören. Auf der Website von Emaya heißt es zudem, man solle sie niemals neben die Container stellen.

Wie viele Gegenstände darf ich maximal rausstellen?

Jeder Bewohner – der Abholservice ist nur für Privatpersonen, nicht für Unternehmen gedacht – darf pro Abholtag maximal vier Gegenstände auf die Straße stellen.

Wohin muss ich den Rest bringen?

Außerhalb der offiziellen Abholtage können Bewohner, die es mit der Entsorgung eilig haben, ihren Sperrmüll zu einem von zwei puntos verdes bringen. Am nächsten am Stadtzentrum liegt die Deponie in Son Castelló (Carrer del Gremi de Sucrers i Candelers, 32). Die in Sant Jordi (Disseminat Can Ds 8507- s’Aranjassa, 6) liegt hinter dem Flughafen.

Zu den „grünen Punkten“ muss man auch jeglichen Müll bringen, den man zu keinem Zeitpunkt auf der Straße entsorgen darf, insbesondere elektrische und elektronische Geräte (AEES, aparatos eléctricos y electrónicos), aber auch Bauschutt oder Gefahrengüter.

Ein aktuelles Foto vom punto verde in Son Castelló.

Ein aktuelles Foto vom punto verde in Son Castelló. / Rathaus Palma

Wie viele der Gegenstände darf ich bei der Deponie abladen?

Emaya hat für jede Art von Müll eine bestimmte Grenze pro Tag festgelegt. Die Tabelle findet sich unter https://www.emaya.es/residuos-y-limpieza/residuos/puntos-verdes/. Für Möbel und Holzteile wie auch Elektrogeräte beispielsweise gilt kein Limit. Gasflaschen darf man nur drei pro Tag abgeben, beim Bauschutt von kleineren Arbeiten und Reparaturen im Haus sind es fünf Säcke pro Person und Fahrzeug am Tag, bei Farb-eimern ohne gefährliche Stoffe zehn. Auch zwei Reifen oder drei Feuerlöscher pro Tag darf jeder Nutzer abgeben.

Wie sind die Öffnungszeiten der Deponien?

Die beiden Anlaufstellen haben (bis auf den 25. Dezember und den 1. Januar) täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Hineingelassen wird man bis maximal 19.45 Uhr (https://www.emaya.es/residuos-y-limpieza/residuos/puntos-verdes/).

Was muss ich bei der Deponie vorzeigen?

Bewohner von Palma können sich durch ihre DNI- oder NIE-Nummer ausweisen, die vor Ort abgefragt wird. Wer zwar kein offizieller Resident ist, aber eine Immobilie im Stadtgebiet besitzt, kann die letzte Bescheinigung der Grundsteuer IBI und seinen Ausweis vorzeigen, wie es auf der Website heißt. Ein Sicherheitsangestellter oder Emaya-Mitarbeiter vor Ort zeigt Bewohnern dann im Detail, wo sie welchen Müll hinstellen oder in einen Container werfen können.

In welchen Sonderfällen kann mein Müll abgeholt werden?

Für ältere Personen ab 65 Jahren oder Menschen mit Einschränkungen (Krankheit, Verletzung, Behinderung), die schriftlich belegen können, dass sie ihren Sperrmüll nicht selbst entsorgen können, gelten Sonderregeln. Sie dürfen per Kontaktformular unter https://www.emaya.es/atencion-a-la-ciudadania/ciudadanos/tramite-recollida-domiciliaria/ eine Sonderabholung in Auftrag geben. Maximal zweimal pro Monat kommen dann Mitarbeiter, die jeweils bis zu drei Gegenstände mitnehmen.

Wie hoch sind die Bußgelder, wenn ich Müll falsch oder illegal entsorge?

Für die illegale oder falsche Entsorgung von Müll kann einem ein Bußgeld von bis zu 3.000 Euro aufgedrückt werden. Immer wieder kommt es etwa vor, dass Nutzer ihren Müll nicht in ihrer Gemeinde, sondern in Nachbargemeinden entsorgen. Das ist nicht erlaubt.

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