Umfrage auf Mallorca: Wie halten Sie es mit den Sprachen?
Eine Studie der Balearen-Universität untersucht, wie sich Besucher, Residenten und Einheimische auf Mallorca verständigen. Nehmen auch Sie daran teil!

Mehrsprachigkeit ist auf Mallorca Alltag / Nele Bendgens
Sarah-Therese Mann
Schon vor Jahrhunderten war Mallorca ein Besuchermagnet verschiedenster Kulturen. Heute hat es sich zu einem interkulturellen Schmelztiegel der Tourismusindustrie entwickelt. Eine Grundlage dafür ist die Mehrsprachigkeit, die für viele Bewohner hier Alltag ist und auch von Touristen oftmals als gegeben genommen wird.
Für viele Urlauber ist die Muttersprache im Urlaub ein wichtiger Faktor des „Wohlfühlens“. Auch die internationale Übersetzung von Straßenschildern, Speisekarten oder Hinweisen zu Sehenswürdigkeiten wird oftmals vorausgesetzt. Wer wiederum in der Tourismusbranche arbeitet, ist dem Erlernen von Fremdsprachen gegenüber offener als jemand, der keine berufliche oder private Verwendung dafür hat. Dieser mag fremde Sprachen sogar als Störfaktor im persönlichen Umfeld empfinden, wenn zum Beispiel die Speisekarte im Lieblingslokal nicht mehr in der eigenen Sprache verfügbar ist. So sind die Einheimischen auf der Insel sehr stolz auf ihre Lokalsprache. Diese wurde auch von der Regierung gefördert, um sie nach der Diktatur unter Franco wiederzubeleben. Doch um in der Tourismusindustrie auf der Insel einen Arbeitsplatz zu finden, steht bei den Residenten auf der Insel das Fremdsprachenlernen schon von Kindesbeinen an hoch im Kurs. Eine Statistik von 2021 zeigte, dass 19,7 Prozent der Einheimischen (und bereits bilingualen Bevölkerung) Englisch konnte und 3,7 Prozent Deutsch.
Overtourism führt zu weniger Akzeptanz
Wie ältere Studien belegen, waren die Einheimischen mit dem Wirtschaftsfaktor Tourismus bisher einverstanden. Nachteilige Belastungen wurden von der Bevölkerung zwar erkannt, aber zugunsten der Vorteile durch die Tourismusindustrie in Kauf genommen. Doch in den vergangenen Jahren mehren sich die Proteste gegen den sogenannten „Overtourism“, der unter anderem zur steigenden Wohnungsnot beigetragen hat.
Doch wie aktuelle Studien zeigen, richtet sich der Ärger nicht speziell gegen die Touristen, ausländischen Residenten und Fremdsprachen, sondern gegen die Ressourcenknappheit im eigenen Lebensraum. In diesem Zusammenhang hat die Universität der Balearen in Zusammenarbeit mit der deutschen Hochschule Heilbronn ein Forschungsprojekt aufgesetzt, um auf Mallorca die Einstellungen der Einheimischen und Residenten zu den Themen Tourismus und Mehrsprachigkeit anonym zu erfragen. Für einen zukunftsfähigen Lösungsansatz sollen alle Betroffenen auf Mallorca im Diskurs zu Wort kommen. Um zu der Online-Umfrage zu gelangen, brauchen Sie lediglich folgenden Link eingeben: https://bit.ly/ Sprachenumfrage oder
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