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Wieder vermehrt Taschendiebe auf Mallorca unterwegs: Diese Tipps sollten Sie unbedingt beherzigen

Im Sommer haben auch die Betrüger auf der Insel Hochsaison. Machen Sie es Ihnen durch falsches Verhalten nicht besonders einfach!

Manchmal reicht ein kurzes Nickerchen am Strand – und Handy oder Wertsachen sind weg.

Manchmal reicht ein kurzes Nickerchen am Strand – und Handy oder Wertsachen sind weg. / dpa

Simone Werner

Simone Werner

Sie tun so, als ob sie Selfies machen, ziehen sich bewusst wie Urlauber an oder fragen als Ablenkungsstrategie nach dem Weg: Ein unachtsamer Moment reicht dann, und Taschendiebe oder ihre Komplizen schlagen zu. In den vergangenen Wochen haben Urlauber und Residenten auf Mallorca andere Nutzer in verschiedenen Facebook-Gruppen immer wieder vor Betrügern an beliebten Urlaubsorten wie Cala Millor, Playa de Palma oder in der Innenstadt von Palma gewarnt.

Erlebnisse mit Taschendieben

  • „Hier ein paar der vielen Taschendiebe, die die Saison auf der Insel verbringen. Erst vor Kurzem war ich bei der Nationalpolizei in Palma, um Anzeige zu erstatten. Mit mir waren auch 15 Urlauber dort, ebenfalls um Diebstähle zu melden. Dabei war es gerade einmal 13 Uhr“, schrieb etwa Facebook-Nutzer Jaime Ventosa Andreu auf Spanisch in einer Arenal-Gruppe und hängte zahlreiche auch andernorts entstandene Fotos mutmaßlicher Betrüger an.
  • „Achtung Urlauber! Wir haben gerade am Strand von Cala Millor am Hotel Anba Romaní live miterlebt, wie ein Ehepaar, beide normal angezogen, unseren Gästen die Tasche mit Geld klauen wollte. Es gab vor, einen Euro in zwei 50-Cent-Stücke wechseln zu wollen. Nachdem Mutter und Tochter ihr Portemonnaie aufgemacht hatten, griffen sie in die Tasche hinein, um das ganze Geld zu klauen“, schrieben Anjes und Mario von dem genannten Hotel in einer Cala-Millor-Gruppe.

Auch Taschendiebe haben Hochsaison

Auch die MZ hat in den vergangenen Wochen gehäuft über Vorfälle berichtet, in denen Polizeibeamte Taschendiebe aufgegriffen haben. Die Guardia Civil warnte kürzlich in den sozialen Netzwerken zudem vor dem sogenannten método de la siembra (Saat-Methode), den Diebe vor allem auf Parkplätzen von Einkaufszentren und in der Nähe von Geldautomaten anwenden. Dabei werfen sie einen Gegenstand – Münzen oder Schlüssel – in der Nähe der Fahrertür oder des Opfers auf den Boden. Anschließend machen sie ihr Opfer darauf aufmerksam, dass ihm „etwas heruntergefallen“ sei. Während sich die betroffene Person bückt oder ablenken lässt, nutzt ein Komplize den Moment, um die Autotür zu öffnen oder die Handtasche oder das Bargeld – etwa bei einem Geldautomaten – zu stehlen. Das Auswärtige Amt hatte Urlaubern ebenfalls zu erhöhter Vorsicht auch in Ferienunterkünften oder schon bei der Anreise geraten.

Touristen sind im Falle eines Diebstahls besonders aufgeschmissen, da sie ihren anstehenden Rückflug ohne Bargeld, Handy oder Ausweis kaum meistern können. Die MZ hat bei den hiesigen Polizeibeamten nachgefragt, was (potenzielle) Opfer im Fall des Falls tun sollten.

Diebstählen vorbeugen

  • Die Beamten raten Urlaubern wie Residenten neben dem Anfertigen von Kopien der Ausweisdokumente dazu, sich vorab die sogenannte Imei-Nummer (International Mobile Equipment Identity) ihres Handys zu notieren. Dafür müssen Sie am Ziffernblock *#06# eingeben. Die 15-stellige Zahlenkombination können die Beamten in eine Datenbank eintragen. Nicht erst einmal sei es so schon gelungen, den Besitzer ausfindig zu machen – etwa nachdem am Flughafen Koffer mit geklauten Handys sichergestellt worden waren, die Diebe in ihren Heimatländern an den Mann bringen wollten. Auch andere elektronische Geräte haben eine ID-Nummer.
  • Zudem raten die Beamten, möglichst auf der nicht zur Straße gewandten Seite des Bürgersteigs zu gehen und Handtaschen stets auf der Seite der Häuser oder Geschäfte zu tragen. So hätten in Autos vorbeifahrende Diebe kaum eine Chance. Im besten Fall nutzt man zudem Taschen mit Tragegriffen, keine mit Tragegurt, und verstaut die Geldbörse stets in einer Innentasche der Tasche.
  • Kameras nie auf dem Rücken sondern gekreuzt vor dem Körper tragen, heißt es darüber hinaus auf der Seite der Ortspolizei von Palma.
  • Und egal, was einem auf der Straße auch angeboten werde: Man lehnt besser ab.
  • Darüber hinaus sollten Reisende ihr Gepäck niemals Fremden anvertrauen und auch auf keines von Fremden aufpassen, wie es in einem Informationsprospekt der Guardia Civil und der Nationalpolizei heißt.
  • Auch auf einmal viel Bargeld abzuheben, gelte es zu vermeiden. Ältere Menschen sollten man ohnehin nach Möglichkeit zum Bankautomaten begleiten.

Das tun nach einem Diebstahl

Wie Sie sich nach einem Diebstahl verhalten sollten, können Sie hier nachlesen:

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