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Wie Sie auf Mallorca einen Hundesitter finden

Verreisen ohne schlechtes Gewissen: Diese digitalen Plattformen vermitteln Hundehüter, damit die Vierbeiner so lange in guten Händen bleiben

Urlaub für Frauchen und Herrchen. In der Zwischenzeit kümmert sich ein Sitter um die Hunde

Urlaub für Frauchen und Herrchen. In der Zwischenzeit kümmert sich ein Sitter um die Hunde / NELE BENDGENS

Sarah López

Sarah López

Hunde sind süß, loyal – und komplett von ihren Haltern abhängig. Ein spontaner Kurztrip oder ein paar Tage Urlaub sind für viele Besitzer kaum möglich, denn die Tiere einfach zu Hause zu lassen, kommt nicht infrage. Auf Mallorca kommt erschwerend hinzu, dass man die Tiere den Strapazen einer Fährfahrt oder eines Flugs aussetzen müsste. Eine praktische Lösung bietet das sogenannte Dog Sitting: Hundeliebhaber treffen auf Tierbesitzer, die Unterstützung brauchen.

Über die Onlineplattform Rover können Halter flexibel wählen, wie ihre Hunde oder Katzen betreut werden sollen – vom Übernachten beim Sitter über Betreuung im eigenen Zuhause bis hin zu Tagesbetreuung oder Spaziergängen. Nutzer geben Adresse, einen Zeitraum bis zu einem Jahr im Voraus und die Größe des Tieres an und erhalten eine Liste mit Sittern in der Umgebung – bei einem Test waren es rund 50 in Palma.

Ab 15 Euro pro Nacht

In den Profilen finden sich Bewertungen, Beschreibungen, Fotos – leider meist auf Spanisch. Die Preise variieren stark und bewegen sich meist zwischen 15 und 50 Euro pro Nacht. Rover behält eine Provision von 15 Prozent sowie eine kleine Gebühr vom Tierhalter ein. Auch auf dem Land ist das Angebot groß. Ein Test zeigte, dass selbst Hundebesitzer auf einer Finca bei Manacor problemlos Betreuung finden. Preislich gibt es kaum Unterschiede zu Palma – auch hier starten die Angebote bei 15 Euro pro Nacht.

Vertrauen spielt eine große Rolle, wenn man einem Fremden Haustier oder Eigenheim anvertraut. „Bevor neue Sitter ihre Dienste anbieten dürfen, müssen sie eine Ausweiskontrolle durchlaufen und ein Sicherheitsquiz bestehen“, erklärt Elia Borrini, Leiterin für internationales Wachstum bei Rover. Erst danach wird ihr Profil freigeschaltet. Während der Buchung begleitet die Trust-&-Safety-Abteilung beide Seiten, bietet rund um die Uhr tierärztliche Unterstützung und steht bei Fragen jederzeit über die App bereit. Die Kommunikation läuft digital – inklusive Foto-Updates, GPS-Tracking und sogenannter Rover Cards, die nach jedem Spaziergang den Haltern Route und Bilder zeigen.

Sollte doch einmal etwas schiefgehen, greift die Rover-Garantie, die bis zu 25.000 Euro an erstattungsfähigen Tierarztkosten abdeckt. Wenn ein Sitter die Standards nicht einhält, prüft das Sicherheitsteam den Fall genau und kann das Profil löschen – laut Borrini passiert das jedoch sehr selten.

Weitere Plattformen

Neben Rover gibt es auf Mallorca weitere Plattformen mit ähnlichen Angeboten. PetBacker funktioniert sehr ähnlich und liegt in der gleichen Preisklasse, bietet aber zusätzlich einen tierfreundlichen Taxiservice und Sitting-Service für jedes Haustier – von Reptilien bis hin zu Frettchen. Auch hier müssen sich Betreuer ausweisen und verifizieren lassen. Eine weitere Möglichkeit ist TrustedHousesitters: Reisende kümmern sich dort im Austausch für eine kostenlose Unterkunft um Haustiere und Häuser. Beide Seiten zahlen eine Jahresgebühr – Tierbesitzer zwischen 139 und 269 Euro, Sitter zwischen 1 19 und 239 Euro.

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