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Leserfragen: Was hat es mit dieser mysteriösen Büste in Cala d'Or auf sich?

Ihre Fragen der Woche: Wie funktionieren die solarbetriebenen Leuchttürme auf Mallorca?

Frauenbüste in Cala d'Or.

Frauenbüste in Cala d'Or. / Wikicommons

Johannes Krayer

Johannes Krayer

Bei einer Wanderung durch die Buchten von Cala d’Or habe ich gestern eine Stele mit der Aufschrift „MARE NOSTRUM“ gefunden, die von einem vermutlich antiken, jedenfalls antik wirkenden Frauenkopf gekrönt wird . Weil bedauerlicherweise jedwede Erläuterung zu diesem historisch-anmutenden Kunstwerk fehlte, wende ich mich mit der Bitte um Aufklärung an Euch: Wer ist die hübsche Unbekannte? Zu welchem Anlass ist die Stele aufgestellt worden? Besitzt Cala d’Or vielleicht sogar römisch-griechische Wurzeln? Wann hat man eigentlich begonnen, das Freizeitprojekt dieser gesamten Region mit seinen hübschen Buchten und kleinen Stränden zu entwickeln? (Heinz W., per E-Mail)

Es gibt leider wirklich kaum Informationen zu dieser Büste. Im Internet findet sich der Frauenkopf tatsächlich bei Wikicommons. Die Büste sei wohl um das Jahr 1933 dort aufgestellt worden. Wer darauf dargestellt ist und ob es sich wirklich um ein römisches Kunstwerk handelt, war leider nicht herauszufinden. In einem Forum über Cala d’Or bei Facebook ist zu lesen, dass der Frauenkopf von Pep Costa in dem Park aufgestellt wurde. Pep Costa war ein Architekt von Ibiza, der 1971 starb. Er gilt als Gründer von Cala d’Or – wodurch sich auch das ibizenkische Erscheinungsbild des Ortes mit seinen weißen Häusern erklärt. Über griechische oder römische Wurzeln des Ortes ist nichts bekannt. Cala d’Or entstand vielmehr auf dem Reißbrett als Projekt von Pep Costa Anfang der 1930er-Jahre als eine der ersten künstlich angelegten Urbanisationen der Insel.

Solarbetriebe Leuchttürme

Wie funktionieren die solarbetriebenen Leuchttürme auf Mallorca und auf Dragonera, wenn gerade nicht die Sonne scheint? (Sabine L., per E-Mail)

Die Leuchttürme haben im Normalfall eine angeschlossene Anlage mit Solarzellen, die die Stromversorgung sicherstellen. Und natürlich verfügen die Leuchttürme über Solarspeicher, damit die Schiffe in der Umgebung nicht nachts oder bei bewölktem Himmel auf die Felsen auflaufen. Bewölkung ist übrigens kein Hindernis: Die Sonnenstrahlen können herausgefiltert werden.

Leser fragen die MZ E-Mail: leserfragen@mallorcazeitung.es

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