In diesen neuen Wanderhütten können Sie schon bald unterkommen
Kein Luxus, aber dafür umso uriger: Die Balearen-Regierung eröffnet bei Colònia de Sant Pere und im Naturpark Mondragó unbewirtete „refugis“. Weitere Unterkünfte sollen folgen

Can Cano, hier noch vor der Instandsetzung, liegt mitten im Naturpark Mondragó im Südosten. / Ibanat
Gute Nachrichten für alle, die auf Mallorca gerne wandern und in Hütten (kat. refugis, span. refugios) unterkommen: Schon bald reihen sich in die Liste der Unterkünfte, die die balearische Forstbehörde Ibanat verwaltet, zwei weitere ein. Beide liegen in Landschaftsschutzgebieten und somit mitten in der Natur.
Es Canons in Betlem
Da ist zum einen Es Canons auf der gleichnamigen öffentlichen Finca bei Betlem (Colònia de Sant Pere). Wer vor dem Ortseingang der Siedlung auf der Ma-331 rechts abbiegt, gelangt nach 300 Metern zu dem refugi.
Noch im Januar soll die Hütte auch auf der Buchungsplattform der Behörde (hier klicken) erscheinen. Die Balearen-Regierung hatte die Finca 2018 für 6,7 Millionen Euro gekauft. Seither hatte sich noch nicht viel getan. „Die Balearen-Regierung hat mit dem Rathaus von Artà schon seit einigen Jahren ein Abkommen, damit die Gemeinde einen Großteil der Räumlichkeiten für ihre Zwecke nutzen kann, etwa für Ferienlager“, sagt Tomeu Llabrés, der Leiter von Ibanat zur MZ. Die Nutzung eines kleinen Teils habe man sich aber vorbehalten, um darin eine Wanderhütte zu eröffnen. Die ist nun fertiggestellt.

Auch von der Gemeinde Artà genutzt: Es Canons in Betlem im Nordosten der Insel. / Ibanat
Wie in der zweiten bald neu eröffneten Hütte auch, ist Platz für zehn Personen. Sonnenkollektoren sorgen für Strom. Daneben stehen laut Llabrés eine Gasküche und eine kleine Dusche zur Verfügung. Im Freien gibt es eine Feuerstelle sowie Tische und Bänke.
Die Unterkunft kann, wie die meisten der refugis der Landesregierung, nur als Ganzes gemietet werden. Die freien Tage zur Buchung werden jeweils zwei Monate zuvor online gestellt. Die Nachfrage ist hoch. Man sollte sich also beeilen.
Can Cano in Mondragó
Einen ähnlichen Namen hat das refugi Can Cano im Naturpark Mondragó mit etwas weniger luxuriöser Ausstattung. Die Hütte liegt idyllisch zwischen den beiden bekanntesten Stränden des Parks, s’Amarador und der Cala Mondragó. Laut Llabrés war sie acht Jahre lang geschlossen. Nun ließ Ibanat sie instand setzen. „Das Dach und die Wände etwa wurden erneuert“, sagt Llabrés.
Auch hier gibt es einige wenige Sonnenkollektoren für die Stromversorgung. Neben Hochbetten gibt es eine Toilette, Wasser aus einem Tank und einen Kamin. Im Außenbereich stehen auch hier Tische und Bänke sowie eine Feuerstelle zur Verfügung.
Die Steinhütte stünde Ende Januar, spätestens Anfang Februar den Ausflüglern zur Verfügung, versichert Tomeu Llabrés.

Die meisten Hütten und Herbergen liegen nahe der Trockenmauer-Route GR 221, die durch die Tramuntana führt. / Inselrat
Diese Hütten stehen noch aus
Neben den beiden neuen Hütten möchte die Balearen-Regierung in wenigen Monaten die am Stausee Gorg Blau wiedereröffnen. Die Hütte war laut Llabrés circa eineinhalb Jahre geschlossen. Nachdem Teile eingestürzt waren, wird sie derzeit wieder aufgebaut. Ebenfalls noch geschlossen ist Son Moragues im Gemeindegebiet von Valldemossa, da der Weg dorthin instand gesetzt werden muss. Auch am Refugi de s’Alzina im Naturpark Llevante werde aktuell gewerkelt. „Da es sich um ein Haus aus Trockensteinmauern handelt, gehen die Arbeiten nur langsam voran“, sagt Llabrés.
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