Nach Verstoß gegen Datenschutz: Mit dieser neuen Karte können Sie in Palma nun die Bio-Müll-Container öffnen
Bisher diente die Bürgerkarte für den Dienst. Wo Sie die neue Schlüsselkarte beantragen können

Ist das System erst einmal auf die neue Schlüsselkarte umgestellt, kann man die braunen Container nicht mehr wie bisher per Bürgerkarte öffnen. / B. Ramon
Residenten, die in Palma leben, müssen die Container für den Bio-Müll bald mit einer neuen Karte statt wie bis zuletzt mit der Bürgerkarte öffnen. Laut einem Bericht der spanischen Datenschutzbehörde verstieß das bisherige System gegen den Schutz personenbezogener Daten. Die neue kostenlose Karte von Palmas Stadtwerken Emaya wird lediglich für das Öffnen der braunen Container benötigt, die für die Entsorgung organischer Stoffe bestimmt sind. Die Umstellung vom alten auf das neue System soll im Laufe des Monats Juni erfolgen.
Im März war bekannt geworden, dass die spanische Datenschutzbehörde der Stadtverwaltung eine Frist von drei Monaten gegeben hat, um die Umstellung auf ein neues System vorzubereiten oder ganz auf das System zu verzichten. Zuvor waren Beschwerden von zwei Anwälten aus Palma eingegangen. Die Datenschutzbehörde gab ihnen recht. So würden ihre Rechte und die aller anderen Bewohner der Balearen-Hauptstadt dadurch verletzt, dass durch das Scannen der Bürgerkarte Datenschutzvorgaben verletzt werden.

So sieht die neue Karte für die braunen Container in Palma aus. / Emaya
Hier bekommen Bewohner die neue Karte
In den Bürgerbüros Joan Maragall und Son Pacs hat die Stadtverwaltung bereits mit der Verteilung der neuen Schlüsselkarten begonnen. Zudem gibt es an verschiedenen Punkten in der Stadt Informationstische. So soll die Umstellung vom alten auf das neue System erleichtert werden.
Um die neue Karte zu bekommen, müssen Residenten ihre DNI oder NIE sowie die Wohnsitzbescheinigung vorlegen. Wer in Palma ein Gewerbe betreibt und die Container nutzen darf, muss auch das entsprechend nachweisen. Einen Vorabtermin braucht man nicht zwingend. Zudem können Bewohner bei einem Termin gleich mehrere Karten abholen. Mehr Informationen zur neuen Karte finden Nutzer hier.
Rechtfertigung des Rathauses
Unterdessen verteidigte sich die Stadtverwaltung zum von der Datenschutzbehörde eröffneten Verfahren. Es seien keine personenbezogenen Daten verarbeitet worden. Es habe sich um „rein statistische Daten ohne jegliche Information personenbezogener Art“ gehandelt. Der einzige Zweck habe darin bestanden, Daten zur Nutzung der Container zu erfassen und die Leer- oder Abholfrequenz der Container entsprechend anzupassen. Auch die Anzahl an aufgestellten Containern hätte man aufgrund der Daten anpassen können. /sw
- Großteil der Belegschaft ausgetauscht und neuer Name für das 'Schatzi' von Krümel: So soll das Chalet X 'das beste Clubrestaurant im Südwesten Mallorcas' werden
- Die Insel hat ihren nächsten 'Was auf Mallorca passiert, bleibt auf Mallorca'-Skandal
- Mallorca wird zum Brutkasten: Ist die 40-Grad-Marke fällig?
- Das Mandarin Oriental Punta Negra hat auf Mallorca eröffnet: Die Insel ist in der internationalen Luxusliga angekommen
- Mallorca, aber bitte diskret: Warum Unternehmer 100.000 Euro pro Woche für Ferienimmobilien zahlen
- Wir haben keinen Piloten': Flug ab Mallorca verspätet sich um acht Stunden
- Hat Jürgen Klopp Bayern-Legende Martín Demichelis im Mallorca Country Club abgeworben?
- Zum zweiten Mal dieses Jahr: Junger Mann nach Sturz an Mallorcas beliebtester Bucht schwer verletzt
