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Hitzewelle auf Mallorca: So funktioniert der ägyptische Schlaf-Trick

Wenn sich das Schlafzimmer auch nach Mitternacht nicht abkühlt, kann ein einfaches Hausmittel helfen. Entscheidend ist dabei die richtige Menge Wasser

Wer tagsüber die Rollläden geschlossen lässt, schläft nachts besser.

Wer tagsüber die Rollläden geschlossen lässt, schläft nachts besser. / DPA

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Die Hitzewelle auf Mallorca hat vielen Menschen in den vergangenen Nächten den Schlaf geraubt. Aufgeheizte Schlafzimmer, hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen, die auch nach Sonnenuntergang kaum sinken, machen das Einschlafen schwer. Wer keine Klimaanlage hat, kann es mit der sogenannten "ägyptischen Methode" probieren.

Dabei wird ein dünnes Bettlaken oder Handtuch mit kühlem Wasser leicht angefeuchtet, gut ausgewrungen und anschließend über den Körper gelegt. Wichtig ist, dass der Stoff nur feucht und nicht nass ist. Die verdunstende Feuchtigkeit soll die Haut kühlen und so das Hitzegefühl verringern.

Besonders wirksam kann die Methode sein, wenn gleichzeitig ein Ventilator auf niedriger Stufe läuft oder ein geöffnetes Fenster für Luftbewegung sorgt. Der Effekt ähnelt dem Frischegefühl, das nach dem Duschen oder Baden im Meer bei leichtem Wind entsteht.

Das sind Tropennächte

Vor allem angesichts der Tropennächte, die dieser Tage auf der Insel vorherrschen, kann die Methode hilfreich sein. Als Tropennächte gelten Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt.

Bleibt es auch nach Sonnenuntergang heiß, kann der Körper seine Temperatur schlechter senken. Genau das ist jedoch wichtig, um zur Ruhe zu kommen und einzuschlafen. Die ägyptische Methode kühlt zwar die Haut, ein Wundermittel ist sie aber nicht. In einem bis Mitternacht aufgeheizten Schlafzimmer kann sie das Einschlafen aber erleichtern, wenn man keine Klimaanlage hat.

Damit das Bett nicht durchnässt wird, sollte das Laken vor der Nutzung einige Minuten trocknen. Sonst können womöglich unangenehme Gerüche entstehen. Eine Alternative zum Laken ist, nur ein dünnes Handtuch anzufeuchten und dieses auf Beine, Bauch oder Schultern zu legen.

Auch ein zuvor gekühltes Bettlaken kann helfen. Dies kann man für kurze Zeit in einem sauberen Beutel im Kühlschrank lagern. Der Stoff sollte dabei nicht mit Lebensmitteln oder verschmutzten Flächen in Berührung kommen.

Sie sollten besonders vorsichtig sein

Die Methode eignet sich nicht für alle Menschen. Besondere Vorsicht gilt bei Babys, älteren Menschen, Personen mit Atemwegsproblemen sowie Menschen, die empfindlich auf Temperaturschwankungen reagieren. Für sie eignen sich schonendere Maßnahmen. Dazu gehören eine lauwarme Dusche vor dem Schlafengehen, regelmäßiges Trinken, tagsüber geschlossene Rollläden und nächtliches Lüften, sobald die Außentemperatur sinkt.

Zusätzlich hilft es, während der heißesten Stunden Vorhänge und Rollläden geschlossen zu halten. Elektrische Geräte, die Wärme abgeben, sollten ausgeschaltet werden. Leichte Mahlzeiten, luftdurchlässige Kleidung und der Verzicht auf Alkohol vor dem Schlafengehen können die Nachtruhe ebenfalls verbessern.

Wer Handgelenke, Nacken und Knöchel vor dem Zubettgehen mit kühlem Wasser abspült, kann das Hitzegefühl zusätzlich senken. An diesen Körperstellen wird der Temperaturunterschied besonders schnell wahrgenommen.

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