Private Daten von Ex-Ministerpräsidentin Francina Armengol geleakt: Zwei Männer festgenommen
Es ist bereits das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit, dass derartige Informationen über Telegram geteilt werden

Francina Armengol auf einem Archivbild. / Javier Lizón/Efe
Die Nationalpolizei hat auf der Kanaren-Insel Gran Canaria zwei Männer festgenommen, die im dringenden Tatverdacht stehen, Ende Juni private Daten von sozialistischen Politikern geleakt zu haben. Unter den betroffenen Personen befand sich die ehemalige Ministerpräsidentin der Balearen und heutige spanische Parlamentspräsidentin Francina Armengol. Die nun festgenommenen Männer sollen über einen Telegram-Kanal unter anderem private Adressen, Telefonnummern, Ausweisnummern und E-Mail-Adressen der Politiker geteilt haben.
Es handelt sich allesamt um Politiker der sozialistischen PSOE. Neben Armengol sind auch mehrere Minister sowie der katalanische Ministerpräsident Salvador Illa betroffen. Die Partei durchlebt derzeit eine schwere Krise, da mehrere ehemals enge Mitarbeiter von Ministerpräsident Pedro Sánchez im Verdacht stehen, sich über ein korruptes Netzwerk bereichert zu haben. Erst am Montag war der bis vor kurzem führende Politiker Santos Cerdán in dem Zusammenhang in Untersuchungshaft gewiesen worden. Auch Armengol ist in dem Zusammenhang in Erklärungsnot, da sie über dieses Netzwerk in den Anfangsmonaten der Pandemie defekte Masken im Wert von 3,7 Millionen Euro angekauft hatte.
Zweiter Leak innerhalb kurzer Zeit
Es ist bereits das zweite Mal innerhalb kürzester Zeit, dass private Daten von Politikern über Telegram geteilt werden. Bereits am 19. Juli wurden Adressen und Kontaktdaten der spanischen Vizepräsidentin María Jesús Montero, Innenminister Fernando Grande-Marlaska, Verkehrsminister Óscar Puente, Landwirtschaftsminister Luis Planas und weiteren anderen POSE-Politikern geleakt. Zudem waren damals auch Politiker der konservativen PP wie María Dolores de Cospedal oder Rafael Catalá betroffen. Die Daten erreichten allein über den Kanal 92.000 Menschen, von denen einige die Informationen später über andere Kanäle weitergeleitet haben sollen.
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