Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

Preisexplosion durch Nahost-Krieg: Spanien senkt Steuern auf Sprit und Strom

Mehrwertsteuersenkungen auf Lebensmittel oder Maßnahmen für den Wohnungsmarkt sind vorerst nicht geplant

Pedro Sánchez am Donnerstag (19.3.) in Brüssel.

Pedro Sánchez am Donnerstag (19.3.) in Brüssel. / FREDERIC GARRIDO-RAMIREZ

David Page

Der Nahostkonflikt hat auch auf Mallorca und in Spanien allgemein zu einem starken Anstieg der Preise geführt. Am Freitag (20.3.) wird die spanische Regierung ein Maßnahmenpaket verabschieden, um die wirtschaftlichen Folgen des Angriffs Israels und der USA auf den Iran abzufedern. Der Plan sieht Steuersenkungen auf Kraftstoffe und Strom vor.

Nach Angaben aus Regierungskreisen ist unter anderem vorgesehen, die Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe von 21 auf 10 Prozent zu senken. Außerdem soll die Sondersteuer auf Kohlenwasserstoffe reduziert werden. Damit will die Regierung den Anstieg der Treibstoffpreise der vergangenen Wochen bremsen. Auch bei der Stromrechnung sind Entlastungen geplant. So soll die siebenprozentige Steuer auf die Stromerzeugung vorübergehend ausgesetzt werden. Ziel ist es, die Kosten für Verbraucher zu senken.

Keine Maßnahmen in Sachen Lebensmittel und Wohnungsmarkt

Eine Ausweitung von Mehrwertsteuersenkungen auf Lebensmittel ist dagegen vorerst nicht vorgesehen. Die Regierung will nach eigenen Angaben zunächst die weitere Preisentwicklung beobachten. Preisnachlässe auf Benzin und Diesel, wie sie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine eingeführt worden waren, sind nicht vorgesehen. Ebenfalls keine Rolle spielen in dem Paket vorerst Maßnahmen zum Wohnungsmarkt. Diese hatte der Juniorkoalitionspartner Sumar in den vergangenen Tagen mehrfach gefordert.

Tracking Pixel Contents