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Mutmaßlicher Russland-Spion in Spanien auf freiem Fuß

Seit der Invasion in die Ukraine wächst die Bedrohung durch russische Spionage. Ein Mann, der in Deutschland einen Drohnen-Lieferanten ausgespäht haben soll, beschäftigt die spanische Justiz

Der mutmaßliche Russland-Spion war in Spanien verhaftet worden. (Symbolbild)

Der mutmaßliche Russland-Spion war in Spanien verhaftet worden. (Symbolbild) / Marcus Brandt/dpa

Ein auf Betreiben der deutschen Justiz in Spanien festgenommener mutmaßlicher Russland-Spion ist wieder auf freiem Fuß. Die zuständige Richterin habe die Freilassung des 43-jährigen Ukrainers bereits am 25. März beschlossen, einen Tag nach der Festnahme, sagte ein Justizsprecher in Madrid der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Zuvor hatten der "Spiegel" und die Regionalzeitung "Información" über die Freilassung berichtet.

Der Ukrainer sei unter Auflagen freigelassen worden. Die Richterin habe diese Entscheidung nach der Anhörung des Mannes getroffen. Die Staatsanwaltschaft habe keine Untersuchungshaft beantragt. Der Verdächtige müsse sich alle zwei Wochen bei den Behörden melden. Die spanische Justiz muss als nächstes über eine Auslieferung nach Deutschland entscheiden.

Festnahme auch in Nordrhein-Westfalen

Die Bundesanwaltschaft hatte vorige Woche den Ukrainer sowie in Rheine in Nordrhein-Westfalen auch eine mutmaßliche Komplizin des Mannes, eine 45 Jahre alte Rumänin, festnehmen lassen. Sie sollen im Auftrag eines russischen Geheimdienstes einen Mann in Deutschland ausspioniert haben, der Drohnen und dazugehörige Bauteile in die Ukraine liefert. Die Frau sitzt in Deutschland inzwischen in Untersuchungshaft.

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