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Illegale Einflussnahme und Geldwäsche: Spaniens Justiz ermittelt gegen Ex-Regierungschef Zapatero

Schlechte Nachricht für Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez: Einer seiner prominentesten Parteifreunde steht im Fokus eines Ermittlungsverfahrens. Eine Airline spielt dabei eine zentrale Rolle

Der ehemalige spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero.

Der ehemalige spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero. / Chema Moya

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Die spanische Justiz ermittelt gegen den früheren Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero wegen mutmaßlicher illegaler Einflussnahme und Geldwäsche im Zusammenhang mit der staatlichen Rettung der Fluggesellschaft Plus Ultra. Ihm werde unter anderem auch die Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation sowie Urkundenfälschung zur Last gelegt, teilte die Justiz mit.

Zapatero sei vom zuständigen Ermittlungsrichter José Luis Calama als Beschuldigter für den 2. Juni vor den nationalen Staatsgerichtshof in Madrid geladen worden. Das Gericht ließ demnach am Dienstag zudem das Büro des Ex-Regierungschefs (2004-2011) sowie die Geschäftsräume von drei Unternehmen des sozialistischen Politikers durchsuchen. 

Der 65-Jährige sei der mutmaßliche Kopf eines Netzwerks gewesen, das politische Kontakte genutzt habe, um Entscheidungen von Behörden zugunsten Dritter zu beeinflussen – vor allem zugunsten der Airline Plus Ultra, heißt es in einer Mitteilung. Ziel seien wirtschaftliche Vorteile gewesen.

Es geht um 53 Millionen Euro

Hintergrund der Ermittlungen ist die staatliche Rettung der Fluggesellschaft Plus Ultra im März 2021 im Rahmen eines spanischen Corona-Hilfsprogramms. Über den staatlichen Industriebeteiligungsfonds SEPI erhielt das Unternehmen damals rund 53 Millionen Euro.

Die Hilfe war politisch umstritten, da Plus Ultra als vergleichsweise kleine Fluggesellschaft galt und Kritiker die Einstufung als "strategisch wichtiges" Unternehmen infrage stellten. Zudem gibt es seitdem immer wieder Diskussionen über mögliche Verbindungen des Unternehmens nach Venezuela.

Die konservative Opposition verweist in dem Zusammenhang zudem immer wieder auf die engen Verbindungen Zapateros zu Venezuela. Der frühere Ministerpräsident trat in den vergangenen Jahren mehrfach als inoffizieller Vermittler zwischen der spanischen Politik und der autokratischen Regierung in Caracas auf.

Zapatero ist auch rund 15 Jahre nach Ende seiner Amtszeit als Regierungschef weiterhin eine prominente Figur der Sozialistischen Arbeiter-Partei (PSOE) von Ministerpräsident Pedro Sánchez. Er gehört der Regierung nicht an, tritt aber regelmäßig in Medien und öffentlichen Debatten als Unterstützer von Sánchez auf.

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