Papst beginnt Besuch in Spanien
Leo XIV. kommt nach Madrid, Barcelona und auf die Kanaren. Zu den Messen werden Hunderttausende Gläubige erwartet. Was der sechstägige Aufenthalt für das mehrheitlich katholische Land bedeutet

Der neu gewählte Papst Leo XIV., der US-Amerikaner Robert Prevost, winkt nach dem Konklave auf dem Balkon des Petersdoms im Vatikan. / Oliver Weiken/dpa
Papst Leo XIV. trifft an diesem Samstag (6.5.) zu einem sechstägigen Aufenthalt in Spanien ein. Unter dem Motto "Erhebet den Blick" besucht das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken die Hauptstadt Madrid, Barcelona und die Kanarischen Inseln. In dem überwiegend katholischen Land werden zu Veranstaltungen unter freiem Himmel Hunderttausende Menschen erwartet.
Für den US-Amerikaner, der seit Mai vergangenen Jahres an der Spitze der katholischen Kirche steht, ist es der erste Besuch in einem größeren europäischen Land außerhalb Italiens. Leo war vor seiner Wahl zum Papst mehr als ein Vierteljahrhundert in Peru als Missionar und Bischof tätig. Er spricht ausgezeichnet Spanisch.
Segnung des Jesus-Turms
Große Beachtung dürften die Segnung des Jesus-Turms der Basilika Sagrada Família in Barcelona am kommenden Mittwoch - am 100. Todestag des Architekten Antoni Gaudí - und zwei Treffen auf den Kanaren mit Migranten aus Afrika finden. Zudem kündigte der Vatikan am Vorabend des Besuchs an, dass sich der Papst mit Opfern sexuellen Missbrauchs in katholischen Einrichtungen treffen werde. Dies hatten Opferverbände gefordert.
Spaniens katholische Kirche hofft, dass sich durch den Besuch wieder mehr Menschen dem Glauben zuwenden. Während sich noch in den 1970er Jahren fast 100 Prozent der Spanier zum Katholizismus bekannten, sind es heute nur noch etwas mehr als die Hälfte.
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