14. August 2008
14.08.2008
40 Años

Formel 1 in Valencia: Mit 323 Sachen rund um den Hafen

14.08.2008 | 02:00
Blick aus der Vogelperspektive: Der Kurs führt unter anderem über eine Brücke (o.li.).

Formel-1-Fans auf Mallorca dürfen sich freuen, denn nur eine halbe Flugstunde von Palma entfernt feiert eine der spektakulärsten Rennstrecken des Formel-1-Kalenders am 24. August (14 Uhr) Premiere. Im Juni wurde er eröffnet, in etwas mehr als einer Woche starten Fernando Alonso und Co zum „Großen Preis von Europa" auf dem 5,5 Kilometer langen Stadtkurs von Valencia, der sich ganz unspanisch international gibt und „Valencia City Circuit" heißt.



Die Boliden werden rund um jenes Hafenbecken rasen, in dem 2007 beim America´s Cup die Yachten lagen. Angeblich soll Formel-1-Boss Bernie Eccle­stone auch bei einem Besuch des America´s Cup auf die Idee mit dem Stadtkurs von Valencia gekommen sein. Etwas weniger als ein Jahr Bauzeit haben die Planer des Kurses gebraucht, da sie bereits vorhandene Strukturen nutzen konnten.



Der „Formel-1-Zirkus" wird bereits ab dem 15. August auf die alte Rennstrecke in Cheste kommen. Ein Truck nach dem anderen wird dort mit den Rennwagen eintreffen. Von dort aus geht es dann weiter zum paddock, also zu den Boxen und Teamhallen am Hafen. Sinn und Zweck dieser Vorgenehensweise: In der Großstadt soll ein Verkehrschaos verhindert werden.



Im Gegensatz zu dem nur 3,34 Kilometer langen Stadtkurs in Monaco wird es auf dem Stadtkurs von Valencia mehr Überholmöglichkeiten geben. So sollen höhere Geschwindigkeiten erreicht werden (siehe Kasten). Außerdem wurden die Tribünen zuschauerfreundlich nah an der Strecke aufgestellt.



Noch keine Euphorie

Formel-1-Fieber ist trotz des spektakulären Kurses und des zweiten Rennens auf spanischem Boden bislang allerdings nicht ausgebrochen. Noch gibt es reichlich Karten (siehe Meldungen rechts). Das könnte auch daran liegen, dass der zweimalige Formel-1-Weltmeister ­Fernando Alonso nach seiner Rückkehr zu Renault bislang nicht in die Erfolgsspur zurückgefunden hat und mit 18 Punkten und noch keinem Podiumsplatz derzeit nur auf Platz acht der Fahrerwertung liegt. Von einer „Alonsomania" wie in den Vorjahren sind die Spanier weit entfernt, zumal spanische Sportler in anderen Disziplinen derzeit mehr Erfolge feiern.



Statt Alonso führt sein ehemaliger Teamkollege und Rivale Lewis Hamilton die WM-Wertung an. Der Engländer liegt im McLaren-Mercedes (62 Punkte) vor dem amtierenden Weltmeister, dem Finnen Kimi Räikkönen im Ferrari (57

Punkte) und dessen Teamkollegen Felipe Massa (54 Punkte).



Ein gutes Omen für Fer­nando Alonso könnte sein, dass das erste Rennen auf diesem Kurs überhaupt von einem Spanier gewonnen wurde, genau genommen einem Mallorquiner: Miquel Julià hieß er und gewann in der Kategorie Open GT. Mit seinem Partner José Luis Pampló fuhr der Mallorquiner in einem Ferrari 430. Sein Urteil über die neue Strecke: „Der Kurs ist schnell, sicher und unterhaltsam." Er hebe sich auf jeden Fall von den üblichen Stadtkursen ab, sagte Julià.

In der Druckausgabe lesen Sie außerdem:

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