14. Dezember 2018
14.12.2018

Spanien führt den Videobeweis in der zweiten Liga ein

Real Mallorca hätte er bereits am Wochenende geholfen

14.12.2018 | 01:00
Der Gegentreffer in der Schlussphase war für Real Mallorca ein Tiefschlag.

Ob der Videobeweis Fluch oder Segen ist, können künftig die Fans, Spieler und Trainer von Real Mallorca selbst entscheiden. Der spanische Fußballverband hat am Dienstag (11.12.) die Einführung des Videoassistenten für die zweite Liga beschlossen. Dem Inselclub hätte er bereits bei der Pleite am Samstag (8.12.) gegen Málaga geholfen.

Schon seit dieser Spielzeit gibt es den Videobeweis in der Primera División. Im Gegensatz zu Deutschland, wo viel über den Gebrauch des Assistenten und Entscheidungen bei Grauzonen geschimpft und diskutiert wird, sind die Spanier mit dem Kontrollsystem recht zufrieden. Im Pokal, der Copa del Rey, soll der Videobeweis in dieser Saison ab dem Achtelfinale genutzt werden. Für die zweite Liga sieht der Verband die Einführung ab der kommenden Spielzeit vor, wobei noch geprüft wird, ob er nicht doch schon bei den Play-off-Spielen um den Aufstieg diese Saison genutzt werden kann.

Endlich, dürften sich die Mallorquiner denken. Bei der 1:2-Pleite im Stadion von Son Moix gegen Málaga hat das Schiedsrichter­gespann Real Mallorca ein reguläres Tor nicht anerkannt. Innenverteidiger Antonio Raíllo habe bei seinem Kopfball im Abseits gestanden – eigentlich ein klarer Fall für den Videobeweis. Weniger klar wäre der Siegtreffer der Gäste gewesen. Dieser erfolgte, nachdem zwei Spieler mit den Köpfen zusammengerasselt waren und am Boden lagen. Málaga spielte weiter und traf. RCD-Trainer Vicente Moreno schimpfte, und der Schiedsrichter schickte ihn auf die Tribüne.

Für Real Mallorca war es die vierte Saisonniederlage. Alle Pleiten hat der Club gegen Teams kassiert, die momentan auf den Plätzen 1 bis 5 platziert sind – Alcorcón (0:1), Albacete (1:3), Granada (0:1) und Málaga (1:2). Das Spiel gegen das fünfte Team, Deportivo La Coruña, steht Mitte Januar noch aus.

Trotz der Schwäche gegen die vermeintlich starken Mannschaften steht Real Mallorca als Aufsteiger in der Tabelle mit dem siebten Platz gut da. Der Rückstand auf Play-off-Platz 6, derzeit von Cádiz belegt, beträgt nur zwei Punkte, der Vorsprung auf die Abstiegsränge dafür elf Zähler.

Auswärts geht es für die Mallorquiner am Samstag (15.12.) in Gijón weiter. Die Asturier stehen derzeit auf dem zwölften Platz. Mit sechs Treffern ist Carlos Carmona aus Palma der beste Torschütze der Mannschaft.

Für RCD-Angreifer Carlos Castro wäre das Spiel hingegen eine Wiederbegegnung mit seinem Heimatclub, wobei fraglich ist, ob der 23-Jährige die Reise überhaupt antritt. Castro wurde vor der Saison als Königstransfer vom Club gefeiert. In den ersten Spielen gehörte er zum Stammpersonal und schoss ein Tor. Danach überzeugte er Trainer Vicente Moreno nicht mehr und stand in elf Spielen insgesamt nur noch 97 Minuten auf dem Platz. In fünf Spielen schaffte er es nicht einmal in den Kader. Vielleicht läuft die Zeit des Asturiers auf Mallorca bald gänzlich ab. Denn laut spanischen Medienberichten sucht der Club auf dem Transfermarkt im Winter einen neuen Stürmer und einen Mittelfeldspieler.

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