Der Volleyball-Mäzen von Mallorca ist tot
Der Förderer von Son Amar und Can Ventura Palma ist am Donnerstag (3.1.) gestorben

Damià Seguí war ein Gewinnertyp. Niederlagen konnte er nicht ausstehen. / Foto: Ramis
Er war ein echtes Original. Auf den ersten Blick immer schlecht gelaunt und kurz angebunden. Auf den zweiten Blick allerdings ein Kämpfer für die Sache, seine Sache - den Volleyball auf Mallorca. Der Name Damià Seguí ist untrennbar mit den größten Erfolgen des Sports auf der Insel verbunden. Am Donnerstag (3.1.) ist Seguí in Palma gestorben. Der Unternehmer und Volleyball-Mäzen wurde 83 Jahre alt.
Unvergessen sein Besuch in der MZ-Redaktion, nachdem er die Mannschaft aus Esporles mit drei Aufstiegen hintereinander in die Superliga geführt hatte. "Jetzt werden wir als Aufsteiger auch Meister", sagte Seguí - und meinte es ernst. Zweifel wischte er mit einem einfachen "Sie werden schon sehen" vom Tisch. Und er sollte Recht behalten.
Neben dem Ligatitel holte Can Ventura Palma, so nannte er den Club in der Eliteliga, dank des Geldes und der namhaften Verpflichtungen von Seguí auch den Pokal gleich mit. Im Sommer 2017 zog sich Seguí dann nach der sensationellen Saison aus gesundheitlichen Gründen zurück, das Team schlitterte in Richtung Insolvenz, fand mit Urbia aber einen neuen Hauptsponsor.
Bereits in den 80er Jahren leistete sich Seguí mit Son Amar Palma einen Club, der spanien- und europaweit an der Spitze mitspielte. Sieben Liga-Titel, sechs Pokalsiege und Teilnahmen an der Club-Weltmeisterschaft machten Son Amar zum erfolgreichsten Club des Landes. So drückend war die Überlegenheit, dass sich Real Madrid dazu entschloss, sein Team aus der Superliga abzumelden. Bis Seguí kam, waren die Königlichen so etwas wie die Abonnementsmeister. Von 2003 bis 2008 engagierte sich Seguí dann noch einmal im Insel-Volleyball
Seguís Vermögen stammt aus seiner unternehmerischen Aktivität als Inhaber des Erlebnisrestaurants Son Amar vor den Toren von Palma. Seguí zog auf einer Finca, die seiner Familie gehörte, ein Show-Konzept aus Abendessen und Tanzvorführungen auf, das ihm in 40 Jahren 15 Millionen Besucher brachte. /jk
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