06. September 2019
06.09.2019

Rafael Nadal und der Kampf um die Weltranglistenspitze

Ein Sieg bei den US Open könnte einen Machtwechsel einleiten

06.09.2019 | 01:00
Rafael Nadal feiert ausgelassen seinen Sieg gegen Marin Cilic.

Selten hat man Rafael Nadal so spät in der Saison euphorisch jubeln sehen. Normalerweise zwicken mit dem nahenden Herbst die Wehwehchen des Tennisprofis aus Manacor und Nadal schleppt sich nur noch mehr schlecht als recht über den Platz. Doch dieses Jahr ist der Mallorquiner ohne große Verletzungen durchgekommen und steht im Halbfinale der US Open. Des einen Freud ist des anderen Leid. Denn während Nadal putzmunter ist, musste die Konkurrenz verletzt aufgeben.

Früher gehörte Andy Murray zu den großen Konkurrenten von Rafael Nadal. Doch Probleme an der Hüfte brachten den Schotten an den Rand des Karriereendes. Mit einem künstlichen Hüftgelenk nahm der 32-Jährige nun einen neuen Anlauf. Aber nicht beim Grand Slam, sondern nur beim Challenger Turnier von Rafael Nadal in Manacor. Die Hüfte hielt zwar, dafür unterlag Murray aber von Krämpfen geplagt im Achtelfinale dem Italiener Matteo Viola. Dieser zog im Finale gegen Emil Ruusuvuori den Kürzeren.

Der derzeit stärkste Widersacher des Mallorquiners ist Novak Djokovic. Der Serbe führt derzeit vor Nadal die Weltrangliste an und hat im Vorjahr die US Open gewonnen. Doch Schulterprobleme machen den 32-Jährigen zu schaffen. Im Viertelfinale musste Djokovic aufgeben. Damit ist der Weg frei für Nadal zum Sieg und vielleicht auch zur Rückkehr an die Spitze der Weltrangliste. Mit dem Grand- Slam-Titel würde der Mallorquiner auf 640 Punkte an den Serben heranrücken. Da Nadal im Gegensatz zu Djokovic bei den restlichen Turnieren des Jahres keine Punkte verteidigen muss und daher nur gewinnen kann, ist ein Machtwechsel an der Spitze nicht unwahrscheinlich.

Bleibt noch das ewige Duell um die Anzahl an Grand-Slam-Titeln mit Roger Federer. Mit einem US-Open-Sieg stünde Nadal bei 19 Trophäen und somit eine hinter dem Schweizer. Dieser verabschiedete sich überraschend im Viertelfinale gegen Grigor Dimitrov. Gemessen am Platz an der Weltrangliste ist der Fünfte, Daniil Medvedev, der stärkste verbliebene Konkurrent für Nadal im Turnier.

In der aktuellen Verfassung des Mallorquiners dürfte der Russe aber keine wirkliche Gefahr darstellen. Nadal fegte am Dienstag (3.9.) Marin ?ili? in vier Sätzen – es war der erste Satzverlust des 33-Jährigen im Turnier – vom Platz. Dabei zeigte er beeindruckendes Tennis, das die Fans zur Ekstase brachte. Darunter war der Golfspieler Tiger Woods, der sich fast mehr über den Sieg von Nadal freute als dieser selbst. Im Viertelfinale schlug Nadal den Argentinier Diego Schwartzman und muss am Freitag (6.9.) gegen Matteo Berrettini ran. Das Finale ist am Sonntag (8.9.).

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