Ein glanzvoller Auftritt sieht anders aus: Real Mallorca ist am Mittwochabend (4.1.) ins Achtelfinale der Copa del Rey eingezogen. Der Erstligist mühte sich allerdings zwei Stunden lang gegen den Drittligisten Pontevedra.

Der Platz des Heimteams war in einem Zustand, wie man ihn von einem galicischen Drittligisten im Winter erwarten würde: matschig und uneben. Gepaart damit, dass Real Mallorcas Trainer Javier Aguirre eine komplette B-Elf einsetzte, führte das trotz zwei Klassen Unterschied zu einem ausgeglichenen Spiel.

Real Mallorca versuchte, auf dem holprigen Platz ein Kurzpassspiel aufzubauen. Da das schwierig bis unmöglich war, ergaben sich kaum Chancen. Die Heimmannschaft agierte nach dem Motto: Hoch und weit bringt Sicherheit. Die langen Bälle brachten die Verteidigung der Mallorquiner oftmals in Verlegenheit.

Mehr Chancen in der zweiten Halbzeit

In der zweiten Halbzeit ließen langsam die Kräfte nach, was für bessere Torchancen sorgte. Javier Aguirre wechselte zudem nach und nach seine üblichen Stammspieler ein. Real Mallorca hatte Pech, dass es in dieser Pokalrunde noch keinen Videoschiedsrichter gibt. Ein klares Handspiel im Strafraum wurde übersehen. Daraus resultierte zwar noch eine gute Chance, die Amath aber aus nächster Nähe vergab.

Der Ballbesitz war in den ersten 90 Minuten beinahe ausgeglichen, ebenso die Anzahl an Torschüssen. Die Entscheidung musste deshalb die Verlängerung bringen.

In dieser mopste sich Kang in Lee den Ball und spielte auf den eingewechselten Torjäger Muriqi. Der Kosovare legte vor dem Tor quer und Abdón Prats musste nur noch einschieben. Kurze Zeit später erfolgte der gleiche Angriff in umgekehrter Form. Diesmal legte Prats für Muriqi ab, der zum 2:0-Endstand einschoss.

Das Achtelfinale ist noch nicht ausgelost. Die großen Teams Real Madrid, Atlético Madrid und FC Barcelona sind noch im Lostopf, hatten aber ihrerseits auch mit unterklassigen Teams große Probleme. /rp