Welchen Tabellenplatz Real Mallorca braucht, um nächste Saison international zu spielen
Der Erstligist könnte sich für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren. Das hängt aber auch von der Leistung der anderen Teams ab

Kapitän Antonio Raíllo köpfte Real Mallorca am Sonntag gegen Athletic Bilbao in Führung, zwei Minuten später folgte der Ausgleich. | FOTO: TOÑA/EFE
Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Nach der Champions-League-Reform ist nicht nur die Königsklasse zu einem verwirrenden Wettbewerb geworden. Auch die Qualifikation für die internationalen Turniere ist undurchsichtig. Real Mallorca schielt auf den Europapokal. Dabei ist noch nicht einmal klar, welcher Tabellenplatz dafür nötig ist.
Prinzipiell hat Spanien in der Saison 2025/2026 vier Champions-League-Teilnehmer sicher. Hinzu kommen zwei Europa-League-Teams. Eines qualifiziert sich über den fünften Tabellenplatz in der Liga, das andere über den Sieg der Copa del Rey. Sollte sich der Pokalsieger bereits über die Primera División für das internationale Geschäft qualifizieren, rückt der Sechstplatzierte nach. Das wäre beim FC Barcelona, Real und Atlético Madrid der Fall, die die Liga wohl auf den ersten drei Plätzen beenden. Der vierte Halbfinalist ist Real Sociedad. Die Basken sind derzeit Elfter.
Ein weiteres Team – sollte Real Sociedad die Copa nicht gewinnen, der Siebte – kommt in die Conference League. Unter Umständen könnte Spanien aber noch einen fünften Champions-League-Platz bekommen, weshalb dann der Achtplatzierte in die Conference League rückt. Das hängt von der Uefa-Jahreswertung der laufenden Saison ab. In dieser zählen die Leistungen der Teams in den drei europäischen Wettbewerben. Die erfolgreichsten zwei Länder bekommen den fünften Startplatz. Im Vorjahr wurde die Bundesliga dadurch begünstigt. Derzeit liegt England mit großem Vorsprung auf dem ersten Platz. Zweiter ist Italien, Dritter Spanien und Vierter Deutschland.
Wer ist noch international dabei?
Der FC Barcelona steht seit Dienstag bereits im Champions-League-Viertelfinale. Real Madrid kegelte am Mittwoch Stadtrivale Atlético raus. In der Europa League kämpfen Real Sociedad und Athletic Bilbao am Donnerstag ums Weiterkommen. Am gleichen Tag spielt Real Betis im Achtelfinalrückspiel der Conference League.
Statt auf die Konkurrenz zu hoffen, könnte Real Mallorca auch einfach weiter in der Tabelle klettern. Nach dem 1:1 am Sonntagabend auswärts gegen Athletic Bilbao stehen die Mallorquiner mit 37 Punkten auf dem siebten Platz. Läuft alles schief, würde der nicht für Europa reichen. Real Betis auf dem sechsten Platz ist vier Punkte entfernt. Im Rückspiegel staut es sich jedoch gewaltig. Gleich sieben Teams verfolgen Real Mallorca mit höchstens vier Punkten Rückstand. Einen Ausrutscher darf sich der Inselclub daher eigentlich nicht erlauben.
Elf Spiele stehen in dieser Saison noch aus. Die Verantwortlichen von Real Mallorca geben sich derzeit noch bescheiden. „Der Klassenerhalt steht an erster Stelle. Dafür sind 40 bis 42 Punkte nötig. Das ist das Ziel“, sagte zuletzt Geschäftsführer Alfonso Díaz. Und dann? „Wenn es so weit ist, werden wir sehen, ob wir bereit für den Sprung nach Europa sind. Unsere Devise lautet: Kleine, nachhaltige Schritte.“ Sprich ein stetiges Wachstum statt einem einmaligen Ausrutscher nach oben.
Die 40-Punkte-Marke, die in der Primera División anders als in der Bundesliga wegen zwei Teams mehr nicht ganz für den Klassenerhalt reicht, könnte Real Mallorca im Heimspiel am Samstag (15.3., 16.15 Uhr) gegen Espanyol Barcelona knacken. Die Katalanen stecken mitten im Abstiegskampf. Es ist quasi ein Pflichtsieg für die Mallorquiner.
Atlético Baleares in Form
Der Trainerwechsel hat bei Atlético Baleares Wirkung gezeigt. Unter dem neuen Übungsleiter Luis Blanco sammelte der Viertligist zuletzt drei Siege in Folge. Am Samstag (8.3.) gab es einen wichtigen 1:0-Erfolg gegen den Aufstiegskonkurrenten FC Valencia B. Das Team des deutschen Eigentümers Ingo Volckmann steht auf dem dritten Platz. Der Erste steigt am Saisonende direkt auf, der Rückstand beträgt fünf Punkte. Der Zweite bis Fünftplatzierte spielen einen weiteren Aufsteiger in den Play-offs aus. Im Estadi Balear geht es am Sonntag (16.3., 12 Uhr) gegen Kellerkind Olot aus Katalonien weiter.
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