Für Mallorca nicht gut genug: Ex-RCD-Coach steht zur Auswahl zum Welttrainer des Jahres
Dem Inselclub war Javier Aguirre vor anderthalb Jahren nicht mehr gut genug

Javier Aguirre (r.) mit Real-Mallorca-Boss Alfonso Díaz. | F.: RAMON
Real Mallorca hat vor einem Jahr einen Trainer wegen zu geringer Erfolgsaussichten gehen lassen, der theoretisch bald zum Coach des Jahres gekürt werden könnte. Der Mexikaner Javier Aguirre steht auf der siebenköpfigen Auswahlliste des Fußballverbands FIFA. Der Bewertungszeitraum startete am 11. August 2024 – keine anderthalb Monate nach dem Aus auf der Insel.
Trotz souveräner Klassenerhalte als Außenseiter in der ersten Liga und dem Einzug ins Pokalfinale war der 66-Jährige den Verantwortlichen von Real Mallorca nach drei Jahren nicht mehr gut genug. Man wolle den nächsten Schritt gehen, hieß es damals. Und den traue man Aguirre nicht zu. „Ich kann es verstehen, dass die Leute nach fast 90 Spielen mit mir meine Ansprachen und meinen Fußball leid waren“, sagte der sympathische Mexikaner zum Auslaufen seines Vertrags.
Erfolge mit Mexiko
Im Anschluss übernahm er im Sommer 2024 zum dritten Mal die mexikanische Nationalmannschaft, mit der er die Concacaf Nations League und den Gold-Cup gewann. Dennoch dürften Aguirres Chancen auf den Welttrainertitel eher gering sein. Seit Einführung der Auszeichnung im Jahr 2016 gewann fast immer der Coach, dessen Mannschaft die Champions League oder die WM gewann. Favorit ist daher Luis Enrique, der den Henkelpott mit PSG holte. Die Auswahl treffen Trainer, Spieler, Journalisten und Fans. Wer will, kann unter fifa.com abstimmen. Aus deutscher Sicht steht Hansi Flick zur Auswahl.
Aguirres Nachfolger profitierte von ihm
Dennoch: Aguirres „Tequila-Fußball“ – hinten sicher stehen und vorne mit Glück einen reinmurmeln – war zwar nicht sehenswert, aber erfolgreich. Nicht wenige Experten behaupten, dass sein Nachfolger auf Mallorca, Jagoba Arrasate, von der guten Vorarbeit des Mexikaners profitierte. Der 47-Jährige legte in der Vorsaison einen Schnellstart hin. Mit jedem Monat baute das Team aber ab. Derzeit geht es gegen den Abstieg, wo immerhin am Sonntag (9.11.) ein Befreiungsschlag gegen Getafe gelang. Vedat Muriqi erzielte beim 1:0 im Heimspiel das Tor des Tages, das die Mallorquiner aus dem Tabellenkeller holt und die Trainerdiskussion vorerst verstummen lässt. Nach der Länderspielpause geht es auswärts beim Tabellendritten Villarreal weiter.
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