Mallorca Bike World: Die Insel soll eine Art Motorworld für Radfahrer bekommen
Die Immobilie steht bereits. Das ehemalige Einkaufszentrum muss aber noch umgebaut werden

So könnte die Bike World mal aussehen. / Mallorca Bike World
In gut anderthalb Jahren soll Alcúdia ein neues Einkaufszentrum rund um den Radsport bekommen. Das ist zumindest die Idee hinter der Mallorca Bike World, die sich ein bisschen wie eine Motorworld für Freunde von Pedalen anhört. "Es ist auf jeden Fall ein ambitioniertes Projekt", sagt Francisco Bauzá, der sich die Radwelt ausgedacht hat.
Das Einkaufszentrum steht bereits, verfällt aber seit Jahren. "Es hat nie wirklich funktioniert und war für Alcúdia einfach nur überdimensioniert", sagt Bauzá. Während der Corona-Pandemie zogen die letzten Läden aus. "Mallorca hat mit dem Fan oder dem Festival Park bereits genug Einkaufszentren. Es wäre wenig sinnvoll, das im Norden nun neu zu beleben."
Wer alles einziehen könnte
Bauzá ist Immobilienmakler und wurde mit dem Verkauf der Immobilie beauftragt. Wenig später kam ihm die Idee. "Ich war zehn Jahre als Vertreter für verschiedene Radsportmarken im Einsatz und kenne die Branche daher gut." Warum also nicht ein Einkaufszentrum, das sich auf den Radsport spezialisiert?
18 bis 20 Läden können auf die 3.500 Quadratmeter ziehen. Das könnten Händler und Hersteller von Fahrrädern sein, aber auch eine Werkstatt, Vertriebe von Sportlernahrung oder eine Physiotherapie. Eine Cafeteria würde die kulinarische Versorgung sicherstellen. "An die 50 Prozent der Ladenfläche sind bereits vergeben", sagt Bauzá. "Wenn wir 80 bis 90 Prozent erreichen, machen wir die Verträge und die Bauarbeiten können starten."
Bereits Investoren gefunden
Die Renovierung müsste ein Investor tragen. Die Kosten dafür belaufen sich auf mehrere Millionen Euro, allein der Ankauf der Immobilie kostet zwischen 1,2 und 1,3 Millionen Euro. "Drei Personen haben bereits bei mir angefragt", sagt der Makler. "Zwei davon sind sehr stark interessiert, einer schwankt noch." Alle drei sind Spanier, einer wohnt auf der Insel, die anderen beiden kommen vom Festland. Mit Radsport hatte bislang keiner etwas am Hut.
Geplant ist derzeit eine Eröffnung Ende 2027. "In ein bis zwei Monaten kann ich sagen, ob wir diesen Termin einhalten können", meint Bauzá.
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