Champions League in Gefahr: Ryanair verschlampt Koffer mit Spielertrikots auf der Hinreise
Palma Futsal weiß derzeit nicht, ob es den Champions League-Titel in Italien verteidigen kann

Bei der Abreise in Palma waren die Spieler noch frohen Mutes. / Palma Futsal
Palma Futsal steht vor einem großen Problem. Der Erstligist will ab Freitag (8.5.) in Italien den Champions League-Titel verteidigen. Die Final Four stehen in Pesaro an. Derzeit ist aber noch unklar, ob die Mallorquiner antreten können. Denn die Fluggesellschaft Ryanair hat den Koffer mit den Trikots der Spieler verschlampt.
Der Club ist am Dienstag von Palma über Barcelona nach Bologna geflogen - beide Strecken jeweils mit Ryanair. Der Champions League-Sieger der vergangenen drei Jahre staunte bei der Ankunft in Italien Bauklötze, als plötzlich der Koffer mit den Trikots fehlte.
Da die Reise knapp getaktet war, musste das Team trotzdem die 155 Kilometer weite Busfahrt nach Pesaro antreten. Am Mittwoch stehen eigentlich die offiziellen Mannschaftsfotos an, die die UEFA anordnet. Das wird ohne die Trikots nicht möglich sein. Am Donnerstag checkt der Verband die Ausrüstungen der teilnehmenden Teams. Neben Palma sind das Cartagena Costa Cálida, Etoile Lavalloise und Sporting CP.
Ryanair will weitere drei Tage brauchen
Ryanair versicherte dem Team zwar, nach dem verschwundenen Koffer zu suchen. Sollte der auftauchen, will die Fluggesellschaft aber weitere drei Tage benötigen, um ihn ausliefern zu können. Laut der irischen Fluglinie würde es schneller gehen, wenn ein Verantwortlicher der Mannschaft am Flughafen warten würde.
Andere Trikots in Palma
Im Koffer waren sowohl das übliche Heim- als auch die Auswärtstrikots, mit denen Palma in der Champions League aufläuft. Das Team hat auf der Insel Sätze weiterer Trikots. Die müssten aber einerseits erstmal nach Italien gebracht werden. Andererseits sind die Shirts für die Liga gedacht, in der Palma mit anderen Sponsoren aufläuft. In der Champions League sind sie daher unbrauchbar. Zudem bei einem Aufeinandertreffen mit Etoile Lavalloise die Farben sich zu sehr ähneln würden.
"Ich hoffe, die Trikots tauchen noch auf", sagt Matthias Ebert. Der Deutsche sponsert das Team und sitzt zudem im Vereinsvorstand. Er reist am Donnerstag nach Italien.
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