05. Juli 2017
05.07.2017
40 Años

Fatale Hitze: Den Küken des Mauerseglers ist es zu heiß auf Mallorca

Durch die frühe Sommerglut hüpfen viele der Jungvögel aus dem Nest. Naturschützer können sie aufpäppeln

06.07.2017 | 13:40
Biologen in der Artenschutzbehörde ernähren die hilflosen Jungvögel per Hand.
Fotogalerie: Mauersegler-Station - Starthilfe für Überflieger

Den Küken der Mauersegler war es dieser Tage viel zu heiß auf Mallorca. Aus Verzweiflung hüpfen viele von ihnen aus den Nestern, wie Biologen der balearischen Artenschutzbehörde Cofib der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" bestätigten. Die Mauersegler (Apus apus) - wahre Flugkünstler, die oft mit den Schwalben (Hirundinidae) verwechselt werden - seien auf der Insel im Sommer mit die wichtigsten Fressfeinde von Insekten wie Mücken und Fliegen.

Hüpfen oder stürzen die jungen Mauersegler einmal aus dem Nest, ist ihnen - ohne die Hilfe des Menschen - der Tod fast sicher. Ihre Eltern sind zwar exzellente Flieger, aber mit ihren kurzen Beinchen nur sehr schlecht zu Fuß. Deshalb können sie nicht ohne Weiteres auf dem Boden landen, um sich dort um ihre Jungen zu kümmern. Wer junge Mauersegler findet, ist daher aufgefordert, sich an die Artenschutzbehörde zu wenden (Tel. 971 14 41 07 oder in Notfällen 607 55 40 55). Das spanische Wort für Mauersegler ist "vencejo".

Die Jungvögel werden im Cofib von Hand aufgezogen und später in die Freiheit entlassen. In diesem Jahr seien bereits 140 Küken aufgenommen worden, bis zum Ende des Jahres werde sich diese Zahl etwa verdoppeln, erklärte Miquel Puig, Biologe in der Artenschutzbehörde. /tg

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