04. September 2017
04.09.2017
40 Años

Pferdehalter ließ Stute verhungern: sechs Monate Haft auf Bewährung

Der Verurteilte muss außerdem eine Entschädigung von knapp 1.000 Euro zahlen

04.09.2017 | 10:22
Im Natura Parc versuchten Tierärzte die Stute vergeblich aufzupäppeln.

Weil er eine Stute im Jahr 2016 jämmerlich verhungern ließ, hat ein Gericht in Palma de Mallorca nun einen Mann zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. 

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Verurteilte seine Stute "Canela" auf einer Finca in Establiments mehrere Tage lang nicht gefüttert hatte, sodass sie später an den Folgen starb. Das Pferd wurde in erbärmlichem Zustand entdeckt. Neben deutlichen Merkmalen der Unterernährung war das Tier auf dem linken Auge blind und hatte am rechten Auge ein Geschwür, wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet.

Die Guardia Civil beschlagnahmte die Stute im September 2016 und übergab sie in die Obhut des Tierparks Natura Parc in Santa Eugènia. Dort wurde es von Tierärzten untersucht und behandelt. Das Pferd konnte sich nicht erholen und musste wenige Tage später eingeschläfert werden.

Der Mann gestand die Vorwürfe vor Gericht und akzeptierte das Strafmaß. Die sechsmonatige Haftstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Außerdem muss der Verurteilte den Natura Parc mit rund 1.000 Euro für die tierärztliche Behandlung entschädigen. Weiterhin wird dem Mann zwei Jahre lang der berufliche Umgang mit Tieren verboten. /tg

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