18. Februar 2020
18.02.2020

Kritik an Schleppnetz-Fischerei vor Mallorca nach Fund von totem Hai

Die ungefährlichen Tiere würden an Bord getötet und zurück ins Meer geworfen

18.02.2020 | 11:38
Eine große Wunde deutet auf einen Macheten-Hieb durch Fischer hin, so die Meeresschützer.

Mit dem Video eines vor Mallorca aufgelesenen toten Stumpfnasen-Sechskiemerhais haben die Meeresschützer von Mallorca Blue auf die brutalen Methoden der Schleppnetzfischer in den Balearen-Gewässern aufmerksam gemacht. In den sozialen Netzwerken postete die Organisation die Botschaft: "Wieder ein wehrloser Hai aus den Tiefen des Meeres, der mit einer Machete auf dem Schleppnetz-Fischerboot vor Mallorca getötet wurde. Sie zerstören Lebensräume in der Tiefe, es ist eine Art des Fischens, die weder selektiv noch nachhaltig ist, die von den Behörden geduldet und subventioniert wird."

Der Stumpfnasen-Sechskiemerhai (Heanchus griseus) lebt gewöhnlich in den Tiefen des Meeres. Für Menschen ist er ungefährlich. Auf den Bildern ist eine tiefe Wunde zu erkennen, die mutmaßlich von einem Hieb mit einer Machete stammt und an der der Hai gestorben sein könnte. Leider sei es nicht ungewöhnlich, auf diese Weise verendete Hai vor Mallorca zu finden, so MallorcaBlue.

Schleppnetzfischer würden die Haie in der Regel töten, um zu vermeiden, dass einer der Fischer an Bord durch ein Tier mit diesen Dimensionen - vier bis fünf Meter Länge und bis zu einer halben Tonne Gewicht - verletzt wird. Anschließend würden die Haikadaver über Bord zurück ins Meer geworfen.

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