"Der Strand ist für alle da" und "Zu viele Liegen, 83 auf einer Länge von 68 Metern": Mit diesen auf Transparente geschriebenen Botschaften machen Anwohner und Badegäste in Can Picafort auf der Höhe des Hotels Dunamar seit Dienstag (31.8.) ihrem Ärger Luft. Sie finden, dass am Strand deutlich zu viele Liegen und Sonnenschirme aufgestellt wurden, sodass dort nicht mehr genügend Platz für Badegäste ist, die keine der Liegen mieten wollen.

Der Aktion vorausgegangen war der Protest einer Gruppe von Strandbesuchern, die am vergangenen Sonntag (29.8.) laut ihrer Schilderung von ihren Plätzen im Sand verwiesen wurden, da in der Nähe die kostenpflichtigen Sonnenschirme und Liegen aufgestellt sind. Die Beschwerden verbreiteten sich rasant über die sozialen Netzwerke. Auch andere Nutzer berichteten daraufhin von ähnlichen Erfahrungen an anderen Orten der Insel.

Die erbosten Strandbesucher finden: Für Badegäste, die das touristische Angebot nicht in Anspruch nehmen wollen, sei zu wenig Platz an dem Strand in Can Picafort. "Sie stellen mehr Liegen auf als erlaubt sind", sagte einer der protestierenden Badegäste gegenüber der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca". Zudem kritisieren die Demonstranten auch den Tonfall der von der Konzessionsfirma angestellten Mitarbeiter, die sie des Platzes verwiesen hätten. Erst vergangene Woche sei es zwischen einem der Demonstranten und einem Mitarbeiter zu einer Auseinandersetzung gekommen, woraufhin der Badegast eine Anzeige bei der Polizei aufgab.

Das könnte Sie interessieren:

Indessen gaben die Sozialisten der betroffenen Gemeinde Santa Margalida über die sozialen Netzwerke bekannt, dass es in diesem Sommer "vonseiten der Konzessionsfirma teils zu einer ausufernden Belagerung der Flächen" gekommen sei. "Das haben uns viele Bürger gemeldet und so haben wir es auch im Plenum weitergegeben. Wir fordern eine strengere Kontrolle vonseiten der Regierung",heißt es. /sw