Blauzungenkrankheit auf Mallorca: Seuche könnte auf der Insel zu "Katastrophe" führen
Mittlerweile gibt es auf den Balearen 40 Infektionsherde

Schafe gehören zu den Tieren, die an der Blauzungenkrankheit erkranken können. / Pere Joan Oliver
Die Balearen-Regierung verstärkt den Kampf gegen die Blauzungenkrankheit. Wenn sich die Seuche weiter ausbreite, könnte es zu einer "Katastrophe für die Schaf-, Ziegen- und Rinderherden auf den Inseln kommen", hieß es in einer Pressemitteilung nach dem Regierungsrat am Freitag (27.9.). Deshalb habe man in den vergangenen Wochen die Bemühungen verstärkt, der Krankheit Einhalt zu gebieten.
Wie es aus dem Agrarministerium hieß, gehören dazu unter anderem verpflichtende Impfungen. Auch die regelmäßige Desinfizierung und Insektenvernichtung auf den Höfen ist ein wesentliches Element beim Kampf gegen die Seuche. Zugleich wurden die Tiertransporte zwischen verschiedenen Höfen eingeschränkt. Der Transfer von Tieren in Gebieten, die bislang frei vom Virus sind, ist nur noch mit einem negativen PCR-Test möglich. Darüber hinaus müssen alle Verdachtsfälle den Behörden gemeldet werden.
40 Infektionsherde
Derzeit sind 40 Infektionsherde des Serotyps 8 auf den Inseln identifiziert. Wie viele davon auf Mallorca entfallen, ist nicht bekanntgegeben worden. Diese neue Variante der Krankheit verbreitet sich viel aggressiver und ist tödlicher. Experten gehen davon aus, dass die für die Übertragung der Krankheit verantwortlichen Mücken von Katalonien kommend mit Winden beim Unwetter Mitte August auf die Insel gelangt waren. Erstmals nachgewiesen wurde die Krankheit am 30. August, wobei die Inkubationszeit zehn Tage beträgt.
Die Krankheit hatte bereits in den Jahren 2000 bis 2005 sowie zuletzt zwischen 2021 und 2023 auf den Inseln gewütet. Damals war es jeweils zu großen Verlusten für die Viehzüchter gekommen.
Das müssen Verbraucher wissen
Zu den Symptomen gehören Fieber, Nasenausfluss, Atembeschwerden, Ödeme im Kopfbereich und Appetitlosigkeit. Der Maulbereich verfärbt sich blaurot. Geschwüre in den Schleimhäuten erschweren das Atmen. Gehäuft treten Fehlgeburten auf. Was für die Tiere eine schwere und schmerzhafte Krankheit darstellt, ist für die Verbraucher derweil unproblematisch. Das Virus kann nicht auf den Menschen übertragen werden, sodass der Konsum von Milch oder Fleisch der betroffenen Tiere unbedenklich ist.
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