Dürre trifft auch Cala Ratjada: Im Nordosten von Mallorca wird auf den Wassermangel mit "drastischen Maßnahmen" reagiert
Die Behörden behalten sich vor, den Konsum durch Verbote in den kommenden Wochen "signifikant" zu senken

Aufnahme eines Pools in geschütztem Gebiet bei Artà, der 2019 abgerissen werden musste. / Redaktion DM
Für den Nordosten von Mallorca gilt "Dürrealarm. Das hat jetzt das Rathaus von Artà über die sozialen Netzwerke verlauten lassen. Betroffen sind nicht nur die verschiedenen Ortsteile im Gemeindegebiet Artà, sondern die gesamte lokale Wasserversorgungseinheit, sprich: Capdepera (inklusive Cala Mesquida, Cala Ratjada, Canyamel), Son Servera, ein Großteil des Gemeindegebiets Sant Llorenç und ein kleinerer Bereich der Großgemeinde Manacor.
"Die Stadtverwaltung hat die Maßnahmen zur Bewältigung der Krise verstärkt, doch die geringen Niederschläge und der hohe Wasserverbrauch haben die Situation verschärft", warnt das Rathaus von Artà. In den kommenden Wochen werden daher möglicherweise "drastischere Maßnahmen" ergriffen, um die "Nachhaltigkeit der Wasserversorgung zu gewährleisten"; heißt es. Zudem bittet die Gemeinde Artà die Bewohner darum, schon jetzt eigenverantwortlich tätig zu werden und den Wasserverbrauch "signifikant" zu senken.
Nicht nur das Klima ist schuld
Dass gerade die Gemeinde Artà immer wieder mit Wassermangel zu kämpfen hat, liegt aber nicht nur am Klima. Auch große Teile der Kanalisation im Gemeindegebiet waren in den vergangenen Jahren in prekärem Zustand, viel Wasser ging durch Lecks in den alten Leitungen verloren. Immer wieder hatte die Gemeinde deshalb auch Rügen von der balearischen Landesregierung erfahren. Trotz der Ermahnungen und einiger Instandhaltungsarbeiten in und um Artà ist die Gemeinde auch in diesem Sommer die erste gewesen, die zum Sommer hin Wassersparmaßnahmen verhängen musste.
So beschloss der Gemeinderat Artàs im Juni, die Erteilung von "bestimmten Genehmigungen" für den Bau oder die Renovierung von Pools, Whirlpools oder "jeglichen anderen Anlagen zur Nutzung von Wasser für Freizeit- oder Dekorationszwecke" vorübergehend auszusetzen, um das besorgniserregende Defizit an Trinkwasser, insbesondere in den Küstengebieten der Gemeinde, zu lindern.
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