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Wasserressourcen auf Mallorca: Jetzt schlägt auch Palma Alarm

Die Landesregierung hatte eine Warnstufe für das Inselinnere und den Nordosten ausgegeben

Der Cúber-Stausee auf einem Archivfoto.

Der Cúber-Stausee auf einem Archivfoto. / MZ

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Frank Feldmeier

Frank Feldmeier

Die Stadtverwaltung von Palma hat angesichts geringer Niederschläge und gesunkener Pegelstände einen Präventionsplan wegen drohender Wasserknappheit aktiviert. Abzulesen ist die derzeitige Lage an den beiden Stauseen Cúber und Gorg Blau im Tramuntana-Gebiete, für deren Verwaltung die Balearen-Hauptstadt zuständig ist: Der Pegel des Cúber liegt derzeit bei knapp 32 Prozent seiner Kapazität, der Gorg Blau bei gut 22 Prozent, wie eine Statistik auf der Website der Stadtwerke Emaya ausweist. Die zwei Stauseen steuern bis zu ein Viertel des Trinkwassers bei, das Emaya für den Großraum Palma bereitstellt.

Der Präventionsplan sieht nach Angaben der Nachrichtenagentur Europa press vor, dass nun in einer ersten Phase an den verantwortungsvollen Umgang mit dem Wasser appelliert werden soll, bei Bürgern und Betrieben gleichermaßen. Sollte es aber nicht bald ausreichend regnen, sind auch Restriktionen beim Verbrauch vorgesehen.

Neben den Stauseen versorgt sich die Stadt Palma vor allem mit Grundwasservorkommen, darüber hinaus kann Wasser aus Entsalzungsanlagen bezogen werden.

"Versorgung ist gewährleistet"

„Palma leidet unter den geringen Niederschlägen", erklärte Sprecherin Mercedes Celeste am Mittwoch (23.10.) laut Europa Press. "Wir hoffen, dass die Situation in diesem Herbst besser wird, aber für alle Fälle haben wir diesen Präventionsplan aufgelegt. Die Versorgung der gesamten Bevölkerung sei weiterhin gewährleistet, "aber es ist notwendig, vorbereitet zu sein". Man müsse der Bevölkerung klar machen, dass Wasser ein knappes Gut sei.

Vorgesehen ist zudem, dass am Donnerstag erstmals eine Kommission zusammentritt, die eine Kommunikationsstrategie zum Wassersparen erarbeitet. Diese solle auch die Mallorca-Urlauber miteinbeziehen. Darüber hinaus werde es auch Maßnahmen zum Wassersparen in den kommunalen Behörden sowie öffentlichen Einrichtungen geben.

Pegelstände: Gelb bedeutet Vorwarnstufe, Orange Warnstufe.

Pegelstände: Gelb bedeutet Vorwarnstufe, Orange Warnstufe. / CAIB

Lage auf den Balearen

Balearenweit lagen die Pegelstände zuletzt bei 46 Prozent, wie aus dem monatlichen Lagebericht der Landesregierung für September hervorgeht. Das waren drei Punkte mehr als im Vormonat, allerdings sechs Punkte weniger als im Vorjahresmonat. Eine Warnstufe gilt nun nicht nur für Formentera sowie das Gebiet des Inselinneren (Pla), sondern auch für den Raum Artà im Nordosten von Mallorca. In diesen Gebieten gelten derzeit Einschränkungen bei der Gartenbewässerung, der Straßenreinigung oder bei der Wasserversorgung im ländlichen Raum. Für den Rest der Balearen gilt weiterhin eine Vorwarnstufe.

Einzelne Inseln und Regenmengen

Auf Mallorca erholten sich die Pegelstände im September im Vergleich zum Vormonat von 43 auf 47 Prozent, auf Menorca von 39 auf 44 Prozent, auf Ibiza von 32 auf 33 Prozent. Für gewöhnlich werden im Frühjahr und im Herbst die stärksten Niederschläge registriert, der September war laut dem Wetterdienst Aemet hinsichtlich der Regenfälle von durchschnittlich knapp 49 Litern pro Quadratmetern ein einigermaßen "normaler" Monat, wobei der Durchschnitt bei 61 Litern liegt. Im Zeitraum seit Jahresbeginn liegt die Regenmenge allerdings deutlich unter Durchschnitt.

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