Offizielle Zahlen sind da: Einbruch der Olivenproduktion auf Mallorca ist noch dramatischer als befürchtet
Beim Olivenöl ging die Produktion um 78 Prozent herunter, bei den eingelegten Oliven um 99,5 Prozent

Die Olivenernte fällt in diesem Jahr mager aus. / FOTO: NELE BENDGENS
Die Olivenproduktion auf den Balearen in diesem Jahr gleicht einer Katastrophe. Wie das balearische Landwirtschaftsministerium bekanntgab, ist die Ernte im Vergleich zum Vorjahr um 78,6 Prozent gesunken. Deshalb hat das MInisterium offiziel eine Krisensituation ausgerufen.
In diesem Jahr konnten nur 1.385 Tonnen geerntet werden, im Jahr 2023 waren es 6.478 Tonnen. Damit sind die Ergebnisse noch schlechter als bislang befürchtet. Mitte November war in Schätzungen von einem Rückgang um 60 Prozent die Rede.
Die Zahlen auf Mallorca sind kaum besser. Wie die Olivenöl-Kontrollbehörde D.O. Oli de Mallorca bekanntgab, wurden auf der Insel insgesamt 1.331 Tonnen geerntet, was einem Rückgang von 78 Prozent entspricht. Insgesamt wurden 199.725 Liter Olivenöl gepresst, ein Rückgang von 78,18 Prozent. Damals verließen 915.319 Liter die Ölmühlen der Insel.
So gut wie alle gereiften Oliven werden dieses Jahr zu Öl gepresst, neue mallorquinische Speiseoliven wird es dieses Jahr so gut wie nicht geben: Hier beträgt der Rückgang 99,48 Prozent.
Das sind die Gründe für den Rückgang
Das Ministerium führt zwei Hauptgründe für die ausbleibende Ernte aus. Zum einen die andauernde Trockenheit der vergangenen Monate. Zum anderen die Ausbreitung der Olivenfruchtfliege. Letztere habe von dem ausbleibenden Regen und der Hitze profitiert und sich wie noch nie ausgebreitet."Sie pflanzt ihre Larven im Fruchtfleisch und zerstört dieses komplett", erklärt der Landwirt Juan Bernat kürzlich gegenüber der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca".
Es ist davon auszugehen, dass sich die Krise deutlich auf die Preise des ohnehin nicht günstigen, einheimischen Olivenöls auswirken wird. Zugleich wird aber auch befürchtet, dass neben der Quantität auch die Qualität Einbußen erlitten haben dürfte. Die Landesregierung prüft nun, inwieweit man den Landwirten finanzielle Hilfen im Rahmen der EU-Richtlinien für Naturkatastrophen zukommenlassen kann. /pss
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