Die Bewohner von Colònia de Sant Pere dürfen wieder ihre Gärten gießen und Pools befüllen
Die Gemeinde Artà hat die Beschränkungen wegen der Trockenheit, die seit Juni 2024 galten, aufgehoben. Unterdessen erholen sich die Pegelstände der Stauseen

An der Küste bei Colònia de Sant Pere. / Sophie Mono
Die Regenfälle im Winter haben die Situation der Wasserreserven auf Mallorca verbessert. Die Gemeinde Artà hat deshalb am Mittwoch (5.2.) angekündigt, die Beschränkungen beim Wasserverbrauch, die für den Ort Colònia de Sant Pere und angrenzende Siedlungen galten, aufzuheben. Acht Monate lang hatte es in dem Küstendorf Einschränkungen gegeben.
Die Entscheidung wurde unter anderem über die sozialen Netzwerke veröffentlicht. Die Verantwortlichen in der Gemeinde haben festgestellt, dass sich der Wasserstand in den Brunnen von Colònia de Sant Pere „deutlich verbessert“ habe, wie es von der Gemeinde heißt.
Gemeinde ruft weiterhin zum Wassersparen auf
Seit Anfang Juni war es den Anwohnern verboten, die Gärten mit Trinkwasser zu gießen, Pools zu befüllen oder Außenterrassen und Autos mit Leitungswasser zu säubern. Die Beschränkungen galten für die Ortsteile s'Estanyol, Montferrutx und Colònia de Sant Pere. Die vorherrschende Trockenheit machte einen verantwortungsvolleren Umgang mit dem Wasser nötig.
Zwar sind die Auflagen nun gelockert worden, doch die Gemeinde Artà fordert die Bürgerinnen und Bürger weiterhin dazu auf, sorgsam mit der Ressource Wasser umzugehen. Schließlich gilt für die Gemeinde noch immer die Vorwarnstufe wegen Trockenheit.
Auch die Leitungen sind schuld
Dass gerade die Gemeinde Artà immer wieder mit Wassermangel zu kämpfen hat, liegt aber nicht nur am Klima. Auch große Teile der Kanalisation im Gemeindegebiet sind noch immer in prekärem Zustand, viel Wasser geht durch Lecks in den alten Leitungen verloren. Immer wieder hatte die Gemeinde deshalb auch Rügen von der balearischen Landesregierung kassiert.
Die aktuellen Pegelstände
Unterdessen haben sich die Pegelstände in den Stauseen der Serra de Tramuntana nach den jüngsten Regenfällen am ersten Februarwochenende deutlich erholt. Vor allem der Gorg Blau hat zugelegt und kommt nach den neuesten Zahlen der Stadtwerke von Palma, Emaya, auf einen Pegelstand von 52,98 Prozent.
Der Cúber liegt mit 39,17 Prozent deutlich niedriger, aber im Mittel sind die Stauseen mit 47,64 Prozent annähernd zur Hälfte gefüllt. Das sind rund acht Prozentpunkte mehr als noch Ende Januar. Es wird erwartet, dass durch die Schneeschmelze auf den Gipfeln in den nächsten Tagen der Pegelstand weiter ansteigt. /jk
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