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Ärger am Flughafen Mallorca: Rund 30 Kiefern am Parkhaus gefällt

Der Verband der balearischen Baumschützer Aba fordert bessere Schutzmaßnahmen bei Bauprojekten

Sind Geschichte: Die Kiefern vor dem Parkhaus wurden gefällt.

Sind Geschichte: Die Kiefern vor dem Parkhaus wurden gefällt. / Ralf Petzold

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Patrick Schirmer Sastre

Patrick Schirmer Sastre

Erneut gibt es Ärger am Flughafen Mallorca. Der Grund: Im Zuge der großen Umbauarbeiten des Airports sind kürzlich rund 30 Kiefern gefällt worden, die bislang zwischen dem Parkhaus und dem Expressparkplatz standen. Stattdessen sollen hier, in der kleinen grünen Oase mitten in der Betonlandschaft Son Sant Joan, nun Busparkplätze entstehen.

Das Entfernen der Grünfläche sorgt nicht nur aus Umweltschutzgründen für Ärger. Denn Kiefern sind – neben Oliven-, Mandel- und Feigenbäumen – die wohl typischsten Bäume der Insel, boten dem ankommenden Urlauber also gleich am Airport ein wenig authentisches Inselfeeling. Damit ist nun Schluss.

Aufmerksam auf diesen Missstand macht der Bund der balearischen Baumschützer Aba. Für den Verband ist es völlig unverständlich, dass der Flughafen, dessen Aktivität beträchtliche Auswirkungen auf die Umwelt hat, nicht in der Lage ist, die wenigen Bäume zu schützen, die es auf dem Gelände gibt. In einer Pressemitteilung teilte der Verband mit: "Obwohl wirtschaftliche Faktoren nicht zu missachten sind, ist es notwendig, echte Verbesserungen bei der Pflege unserer Bäume und ihrer Umgebung umzusetzen. Es ist eine einzigartige Gelegenheit zu zeigen, dass Fortschritt und Respekt für die Natur Hand in Hand gehen können."

Reise in die Vergangenheit: So sah es früher am Flughafen Mallorca aus

Patrick Schirmer Sastre

Das fordern die Baumschützer

Der Verband fordert fünf Maßnahmen, um Bäume bei Bauprojekten wie dem am Flughafen besser zu schützen:

  • Erfassung der Verluste: Die Baumfällung muss eine Bewertung der wirtschaftlichen und ökologischen Schäden beinhalten, begleitet von angemessenen Ausgleichsmaßnahmen.
  • Schutz bei Bauarbeiten: Bäume in Baugebieten müssen durch spezifische Protokolle geschützt werden, die von qualifizierten Experten überwacht werden.
  • Effektive Erhaltung: Die Einbeziehung bestehender Bäume in Sanierungsprojekte muss von einem echten Willen zur Erhaltung geprägt sein.
  • Verhältnismäßiger Ausgleich: Um das Fällen eines 30 Jahre alten, gesunden Baumes zu kompensieren, müssen mindestens 20 junge Bäume gepflanzt werden – stets im Rahmen eines professionellen und umsetzbaren Plans.
  • Fachgerechte Arbeit: Alle Arbeiten im Zusammenhang mit Bäumen müssen von zertifizierten Baumpflegern durchgeführt und überwacht werden.
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