So eine Schweinerei: Ganze Sofas und Waschmaschinen im Sturzbach bei Lloseta entsorgt
Immer wieder lagern Menschen ihren Müll in den "Torrentes" der Insel ab. Die Unweltorganisation Gadma fordert strengere Kontrollen

Ein entsorgtes Sofa im Torrent de Almadrà in der Gemeinde Lloseta. / Gadma
Was für eine Sauerei: Illegale Mülldeponien in der Natur sind ein Problem auf Mallorca. Erst am Freitag (14.3.) wurden in einem Sturzbach in Lloseta alte Möbel und Haushaltsgeräte entdeckt, und am Wochenende tauchten Säcke mit Bauschutt in einem weiteren Sturzbach in Biniamar auf. Die Umweltorganisation Gadma verurteilte die Müllablagerungen.
Der Wertstoffhof ist nebenan
Im Torrent de Almadrà waren Sofas, Haushaltsgeräte, Mülltüten und Autoreifen entsorgt worden. Eigentlich ist der Zugang durch eine Schranke gesperrt, da hier nicht zum ersten Mal Müll entladen wurde.

Eine im Torrent de Almadrà in der Gemeinde Lloseta entsorgte Waschmaschine. / Gadma
Nur 20 Meter weiter befindet sich der Punto Verde von Lloseta, wo diese Art von Müll ordnungsgemäß, aber kostenpflichtig entsorgt werden könnte. "Es ist doch eine Ausrede zu behaupten, es gebe keinen Platz für den Müll. Jeder weiß, was richtig oder falsch ist", sagt der Gadma-Sprecher Bernat Fiol.
Mehr Kontrolle in Zukunft
Gadma fordert, in Zukunft eine Überwachungskamera zu installieren. Auch Llosetas Bürgermeisterin Angelina Pérez versprach, den Sturzbach künftig stärker zu kontrollieren und weitere Maßnahmen zur Verhinderung illegaler Müllablagerungen einzuleiten. Erst im vergangenen Jahr hat die Gemeindeverwaltung von Lloseta laut Gadma „vier Lastwagen voller Müll“ aus dem Torrente de Almadrà entfernt.
Bauschutt im Naturgebiet von besonderem Interesse
Auch in dem ebenfalls zu der Gemeinde Lloseta gehörenden Dorf Biniamar wurden in einem Sturzbach Säcke mit Bauschutt abgeladen. Dabei handelt es sich um ein geschütztes Areal, das als Naturgebiet von besonderem Interesse (ANEI) ausgewiesen ist.

Müllbeutel mit Baustutt im Naturgebiet in Biniamar / Gadma
„Das Problem ist, dass hier Autos durchfahren können und es kaum Überwachung gibt“, erklärt Fiol. Daher fordert die Umweltorganisation vom Gemeindezusammenschluss Mancomunitat del Raiguer Maßnahmen zur Verstärkung der Kontrollen.
„Wahrscheinlich sind es nicht die Dorfbewohner selbst, sondern Personen, die die mangelnde Überwachung ausnutzen, um nachts Bauschutt und andere Abfälle abzuladen“, vermutet Fiol. /slr
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