Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

"Eine Ziege von großem Trophäenwert": Inselrat will die Jagd auf seinen öffentlichen Fincas erlauben

Der Vizepräsident des Inselrats und Umweltbeauftragte von Vox, Pedro Bestard, hat auf der Jagdmesse in Madrid entsprechende Schritte angekündigt

Stolz auf den "Boc Balear": Pedro Bestard bei der Jagdmesse in Madrid.

Stolz auf den "Boc Balear": Pedro Bestard bei der Jagdmesse in Madrid. / Inselrat

Redaktion DM

Redaktion DM

Malloquinische Wildziegen müssen sich rund um öffentliche Grundstücke wie Tossals Verds, Son Fortuny, Son Massip, Son Amer oder sa Coma d'en Vidalas bald in Acht nehmen. Der Vizepräsident des Inselrats und Umweltbeauftragte von Vox, Pedro Bestard, hat am Samstag (22.3.) auf der Jagdmesse Cinegética 2025 in Madrid angekündigt, dass sein Ministerium ein Verfahren eingeleitet hat, um die Großwildjagd auf den Fincas des Inselrats zu erlauben.

Bestard, einst selbst Vorsitzender des balearischen Jagdverbands, erklärte, dass diese öffentlichen Grundstücke über bedeutende Populationen der Ziegen verfügen würden. "Diese Grundstücke waren ursprünglich Jagdgebiete und wurden später zu kontrollierten Jagdgebieten und Wildtierreservaten", präzisierte er diesbezüglich. Seit 2006 ist durch ein Gesetz der Abschuss des hiesigen Bocks mit dem rötlichen Fell nur da erlaubt, wo der Anteil an reinrassigen Tieren 70 Prozent beträgt.

Bei der großen Mehrheit der Ziegen, die sich heute auf Mallorca in problematisch großer Anzahl tummeln, handelt es sich nicht um die einheimische Wildziege, sondern um andere Ziegenarten, die für den landwirtschaftlichen Gebrauch eingeführt wurden und verwilderten. Sie sind aber eher uninteressant für den Jagdtourismus.

"Eine Ziege von großem Trophäenwert"

Bei seinen Ausführungen führte der Vizepräsident nun ins Feld, dass die Initiative der Umwelt zugute käme. "Diese öffentlichen Grundstücke werden sehr bald das Gütesiegel für gute Bewirtschaftung erhalten, das das Qualitätszertifikat darstellt, um die Erhaltungsarbeit der mallorquinischen Wildziege (boc balear) fortzusetzen", erklärte er. Das Zertifikat umfasse die "Zählung und individuelle Verfolgung der Ziegenpopulationen in Bezug auf genetische Qualität und Dichte". Eine geringere Anzahl von Exemplaren schütze die Flora der Grundstücke und könne die Bodenerosion verhindern. Zudem werde man erreichen, dass sich die Populationen dieses Tieres "in einem besseren physiologischen Zustand befinden".

Lernen schnell, wo ihnen Gefahr droht: Ziegen in der Tramuntana.

Lernen schnell, wo ihnen Gefahr droht: Ziegen in der Tramuntana. / Foto: Feldmeier

Die mallorquinische Wildziege müsse aufgrund ihre Einzigartigkeit erhalten werden, sie sei aber "auch eine Ziege von großem Trophäenwert", heißt es vonseiten des Inselrats. Sie darf nur in Jagdrevieren und auf Grundstücken mit einem Qualitätszertifikat, unter der Aufsicht von durch den Inselrat akkreditierten Großwildführern oder eigenen Mitarbeitern der Institution gejagt werden. Diese erlegten Exemplare seien aber notwendig, um die Population zu kontrollieren. Mit der Zertifizierung für die "Fincas Públicas" werde ein Modell vorangetrieben, das "Jagd und Naturschutz kombiniert und mit einer positiven Botschaft für die Umwelt, die Gesellschaft, die Grundstücke und Eigentümer sowie für die Jäger selbst verbunden ist", so Bestard.

Unter der konservativen Regierung sind die Rechte für die Jagd ausgeweitet worden. Und nicht nur der Umweltbeauftragte von Vox, auch der Jägerverband bemüht sich seit längerem darum, das Image der Jäger aufzubessern. /bro

Mehr dazu lesen Sie hier:

Tracking Pixel Contents