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Nach Anzeige durch Umweltschützer: Achtstündige Inspektion in Mallorcas größter Geflügelfarm

Wie die Kontrolle ablief und was dabei gefunden wurde

So sollen die Zustände in der Geflügelfarm auf Mallorca gewesen sein

ARDE

Redaktion DM

Redaktion DM

Umweltschutzverbände haben am Montag (26.5.) einen Bericht samt Fotos über Mallorcas größte Geflügelfarm an verschiedene Redaktionen geschickt. Darin klagen sie die schlechten Zustände der Farm von Avícola Ballester in Llucmajor an. Am Dienstag erreichte die Anzeige das Landwirtschaftsministerium, das daraufhin eine gründliche Inspektion der Anlage anordnete. Landwirtschaftsminister Joan Simonet meinte, dass die vorherige Inspektion im Februar keine Missstände entdeckt hätte.

Acht Stunden lang, von 10 bis 18 Uhr, nahmen Inspekteure die Geflügelfarm nun unter die Lupe. Sie stellten fest, dass die Hallen völlig verdreckt sind. Bei der Kontrolle lagen einige Tiere tot herum. Bei der großen Anzahl der Hühner sei das aber wenig verwunderlich und normal. Wobei die Betreiber in allen Hallen regelmäßiger die Kadaver entfernen müssten.

Auch Ratten angefunden

Ein weiterer Kritikpunkt der Umweltschützer war die Anwesenheit von Ratten inmitten der Hühner. In zwei der sieben Hallen stießen die Inspekteure auf die Nagetiere. Der Betreiber hatte bereits Rattengift ausgelegt, weswegen einige Nager kurz vor dem Ableben standen. Dennoch wurde bei der Kontrolle vermerkt, dass die Hallen sauberer sein müssten.

Was sich durch den punktuellen Besuch nicht nachweisen ließ, war der Betrug mit der Freilandhaltung. Die Tierschützer behaupteten, dass Avícola Ballester die Eier als Freilandhaltung verkaufe, obwohl die Tiere tagelang in der Halle eingesperrt seien. Bei der Kontrolle waren alle Hühner drinnen, was jedoch am Ort des Futters lag. Die Türen der Hallen standen offen. Laut Vorschrift muss die Geflügelfarm bis Jahresende die Anzahl der Tiere auf ein Drittel reduzieren. Von 130.000 Hühnern auf 39.999. Einige Hallen sollen deswegen geschlossen werden.

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