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Nach gescheitertem Anlauf in Magaluf: Nun wird die Jetski-Rennstrecke vor Arenal geplant

Vor Arenal auf Mallorca ist erneut eine Jetski-Rennstrecke geplant. Das Projekt ist kleiner als der gescheiterte Vorgänger in Magaluf – aber nicht weniger umstritten

Ein Jetski-Fahrer auf dem Meer

Ein Jetski-Fahrer auf dem Meer / Alejandro Ernesto/Efe

Jetski-Unternehmen wollen mit aller Macht eine Rennstrecke im Meer vor Mallorca installieren. Nach einem gescheiterten Anlauf vor Magaluf wird derzeit ein Projekt vor Arenal beantragt. Der Rundkurs ist diesmal aber wesentlich kleiner geplant.

Das balearische Meeresministerium bearbeitet gerade den Antrag zu der temporären Rennstrecke. Das Projekt ist derzeit öffentlich ausgeschrieben und es können Einsprüche geltend gemacht werden. Hinter dem 22.500 Quadratmeter großen Unterfangen steckt das Unternehmen Life&Sea Mallorca. Bereits zwischen 2023 und 2025 gab es eine ähnliche Genehmigung für eine viereckige Rennstrecke, die mit vier gelben Bojen markiert wird.

So soll die Rennstrecke aussehen

Die Länge der vier Gerade würde in dem Fall 150 Meter betragen. In der Mitte ist eine schwimmende Plattform angedacht, an der acht Jetskis ankern könnten. Werden die Maschinen nicht genutzt, sind sie ausgeschaltet. Sowohl die Plattform als auch die vier Bojen können täglich abgebaut werden.

Die Rennstrecke soll 1.000 Meter entfernt vom Strand und 720 Meter entfernt vom Hafen von Arenal gebaut werden. Die Bojen werden über Sand angebracht. Zu den Seegraswiesen besteht ein Abstand von 100 Metern, zu den Meeresschutzgebieten 450 Metern.

Erstmal Umweltstudie einreichen

Als Teil des Antrags muss die Firma eine Umweltstudie einreichen. In dem geht es speziell um den Abstand zu den Seegraswiesen und ob in der Zone sich Edle Steckmuscheln befinden.

Die Anschaffungskosten für die Bojen und die Plattform werden auf 2.682 Euro kalkuliert. Für die Nutzung des öffentlichen Meeresraums sind 5.325 Euro pro Saison (ohne Mehrwertsteuer) veranschlagt.

Warum das Projekt in Magaluf scheiterte

Es bleibt abzuwarten, wie die Bevölkerung auf das Projekt reagiert. Der Plan für eine 178.000 Quadratmeter große Rennstrecke vor Magaluf führte zu einer Unterschriftensammlung der Anwohner, die das Rathaus überzeugte, dagegen zu stimmen. Das Meeresministerium ließ sich dadurch beeinflussen und lehnte den Antrag ab.

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